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Studien


Fernsehen ist (noch) Leitmedium

Zahl der genutzten Informationsquellen in verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Mittelwerte über 24 mögliche Quellen) 

 Zahl der genutzten Informationsquellen in verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Mittelwerte über 24 mögliche Quellen)

Fernseh- und Hörfunknachrichten bleiben die mit Abstand meistgenutzten medialen Informationsquellen: mindestens 97 bzw. 94 Prozent der Befragten nutzen diese zumindest gelegentlich. Lokale/regionale Tageszeitungen liegen auf dem dritten Platz. Es folgen Politische Fernsehmagazine und Anzeigenblätter mit über 70 Prozent, Boulevardmagazine im Fernsehen mit über 60 Prozent und Nachrichtenmagazine mit über 50 Prozent. Alle anderen Quellen werden von weniger als 50 Prozent der Bevölkerung genutzt.
 
Im Mittel werden 9,8 der 24 vorgegebenen Informationsquellen genutzt; 6,8 Informationsquellen werden mindestens einmal pro Woche genutzt. Jüngere informieren sich außerdem in einer größeren Zahl unterschiedlicher Informationsquellen. Das geht zurück auf die in dieser Gruppe breiter genutzten Onlinequellen, aber auch darauf, dass die Jüngeren (mindestens) ebenso viele Rundfunkquellen und Printmedien nutzen wie Ältere.
 
Bei der Frage nach dem allgemeinen Informationsverhalten liegt das Fernsehen (30 Prozent aller Nennungen) leicht vor der Zeitung (25 Prozent aller Nennungen). Dahinter liegen Radio (19%) und Internet (18%) in etwa gleich auf. Für die Politische Meinungsbildung sowie für Informationen über das Weltgeschehen und Deutschland ist das Fernsehen mit jeweils mehr als 40 Prozent der Nennungen das wichtigste Medium. In allen drei Fällen liegen die Zeitungen mit rund 20 Prozent der Nennungen auf dem zweiten Platz, es folgen das Radio und das Internet.
 
Für Informationen über die Region ist das Verhältnis von Fernsehen und Zeitungen umgekehrt, hier entfallen gut 40 Prozent der Nennungen auf die Zeitungen, weniger als 20 Prozent auf das Fernsehen.
 
Bei den 14- bis 29-Jährigen steht auf die allgemeine Frage nach der wichtigsten Informationsquelle das Internet mit 33 Prozent der Nennungen klar an erster Stelle vor dem Fernsehen (25%), der Zeitung (20%) und dem Radio (11%). In den konkreteren Informationsszenarien zur politischen Meinungsbildung, zum Weltgeschehen sowie zu Deutschland entfallen allerdings wiederum die meisten Nennungen auf das Fernsehen, bei regionalen Informationen auf die Zeitung.
Mediengattung bei offenen Fragen zu den wichtigsten Quellen für verschiedene Informationsfunktionen bei 14- bis 29-Jährigen (n=216; % der Nennungen) 

 Mediengattung bei offenen Fragen zu den wichtigsten Quellen für verschiedene Informationsfunktionen bei 14- bis 29-Jährigen (n=216; % der Nennungen)

 
In allen Altersgruppen erweist sich die Tagesschau als meistgenanntes Angebot. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen folgen dann vor allem Online-Angebote – immerhin an sechster Stelle wird facebook.com genannt – sowie private Nachrichtenkanäle und BILD. In der mittleren Altersgruppe ist BILD von besonderer Bedeutung, außer google.de folgen verschiedene Fernsehnachrichten. Die älteren zeigen einen besonderen Schwerpunkt bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehnachrichten sowie bei regionalen Tageszeitungen. Bei einigen Angeboten schlägt sich das Alter in besonders deutlicher Weise nieder: So steht ZDF heute bei den ab 60-Jährigen auf dem zweiten Platz, bei der mittleren Gruppe auf dem elften und bei den Jüngeren gar erst auf dem 165. Platz. Umgekehrt spielen facebook.com und gmx.de nur bei den Jüngeren eine Rolle.
 
Für die öffentliche Information und Meinungsbildung in Deutschland halten 32 Prozent BILD für besonders wichtig, etwa ein Fünftel (21%) die Tagesschau. Auf die allgemeine Nennung der Gattungen Fernsehen und Internet (jeweils 18%) folgt schließlich Facebook, das von immerhin einem Zehntel der Befragten genannt wird.
 
Das Fernsehen kann also weiterhin den Status als Leitmedium beanspruchen. Doch das Internet ist aus dem Ensemble der relevanten Quellen für Information und Meinungsbildung nicht mehr wegzudenken. Ein Großteil der Bevölkerung weist einigen Online-Angeboten mindestens ebenso großes Gewicht für ihr Informationsverhalten zu wie klassischen Angeboten.
 
Die Studie basiert auf einer telefonischen Befragung, die Enigma GfK zwischen dem 19. Mai und 3. Juli 2011 im Auftrag des Hans-Bredow-Instituts durchgeführt hat. Insgesamt wurden 1.007 Personen befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ für deutschsprechende Personen im Alter ab 14 Jahren aus Haushalten mit Telefonfestnetzanschluss in Deutschland.
Nähere Informationen zu Engima GfK finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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