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Studien


Fernsehgewohnheiten 2.0

Der Trend geht somit zum Zweit- und mitunter auch zum Dritt-Bildschirm (Quelle: Nielsen) 

 Der Trend geht somit zum Zweit- und mitunter auch zum Dritt-Bildschirm (Quelle: Nielsen)

Die Digitalisierung hat massive Auswirkungen auf die Sehgewohnheiten der Deutschen. Bei der Nutzung von Fernsehen, Video-on-demand und Video-Clips hinken Konsumenten hierzulande einer Nielsen-Studie zufolge dem europäischen Digitalisierungs-Trend hinterher.

Jederzeit und überall online zu sein – diese Freiheit und Flexibilität schätzt jeder zweite Deutsche (48 Prozent). Damit liegen die Deutschen allerdings hinter dem europäischen Durchschnitt (66 Prozent).

Die anhaltende Beliebtheit von Fernsehen und Video-Clips wird durch die sozialen Medien unterstützt. „Nebenbei“ surfen rund ein Viertel (26 Prozent) der Deutschen im Internet – in Europa tun dies sogar 44 Prozent. Auch wenn die sozialen Medien Fernsehen und Clips immer mehr ergänzen – z.B. über Twitter mit #tatort – diskutieren die deutschen Verbraucher (21 Prozent) Gesehenes im Vergleich zum europäischen Durchschnitt noch verhalten (Europa: 27 Prozent). Ein Drittel (31 Prozent) der befragten Deutschen (Europa: 36 Prozent) gibt an, dass sie bestimmte Sendungen schauen, um den Unterhaltungen in den sozialen Netzwerken folgen zu können. 17 Prozent sagen, dass sie Sendungen bevorzugen, die eine Social Media-Einbindung haben – auch hier liegen die Konsumenten hierzulande hinter dem europäischen Durchschnitt (26 Prozent). Hinzu kommt, dass 59 Prozent der Deutschen angeben, dass sie während dem Fernsehen keine sozialen Medien benutzen (wollen).

Es ist also nicht mehr nur der Inhalt des Programms, sondern zunehmend die soziale Interaktion, die die Konsumenten am Bewegtbild interessiert. Für diese Interaktion nutzen die Verbraucher ein oder mehrere elektronische Geräte wie etwa Tablets oder Smartphones. Der Trend geht somit zum Zweit- und mitunter auch zum Dritt-Bildschirm.

Geräte und Plattformen konkurrieren um die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Dieser Trend zeigt sich auch in der zunehmenden Beliebtheit der Video-Flatrate-Anbieter wie Netflix, Amazon Prime Instant, Watchever, Maxdome oder Sky Snap. Fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) gibt an, dass flexible Programme für sie interessant sind, da sie besser in ihren Tagesablauf passen. 38 Prozent sagen zudem, dass sie häufig mehrere Folgen einer Serie, hintereinander schauen wollen. Trotzdem bleibt das klassische Fernsehen auch weiterhin am Beliebtesten. 53 Prozent der Deutschen bevorzugen das vorgegebene Programm.

Trotz der zunehmenden Nutzung anderer elektronischer Geräte ist und bleibt der Fernseher bei den deutschen, aber auch bei den europäischen Verbrauchern, die Nummer 1. Spielfilme (Deutschland: 85 Prozent; Europa: 81 Prozent), Nachrichten (Deutschland: 82 Prozent; Europa: 80 Prozent) oder Dokumentationen (Deutschland: 81 Prozent; Europa: 79 Prozent) schauen Konsumenten am liebsten auf ihrem Fernseher. Einzige Ausnahme: Video-Clips. Durchschnittlich 51 Prozent der Deutschen schauen diese lieber auf dem Computer, statt auf dem Fernseher (12 Prozent), Handy oder Tablet (jeweils 17 Prozent). Die Deutschen liegen damit auch hier leicht unter dem europäischen Durchschnitt (Computer: 61 Prozent; Fernseher: 16 Prozent; Handy: 25 Prozent). Unternehmen sollten daher bei der Produktion und Verbreitung von Video-Clips im Blick haben, auf welchen Geräten Verbraucher diese ansehen.

Die Nielsen Global Digital Landscape Survey und die Nielsen Consumer Confidence Survey wurden beide vom 13. August bis 5. September 2014 durchgeführt. Bei beiden Studien hat Nielsen mehr als 30.000 regelmäßige Internetnutzer in 60 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben.
Nähere Informationen zu Nielsen finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Nielsen

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