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Studien


Gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare?

Die Meinung zu gleichgeschlechtliche Partnerschaften 2013 (Quelle: Ipsos) 

 Die Meinung zu gleichgeschlechtliche Partnerschaften 2013 (Quelle: Ipsos)

Bei 29 Prozent der Deutschen hat sich ihre Meinung über die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren in den letzten fünf Jahren geändert, dies deckt sich nahezu mit dem weltweiten Ergebnis von 32 Prozent. In Argentinien hat das größte Umdenken stattgefunden, jeder zweite bestätigt dies, in Norwegen sind es lediglich 18 Prozent.

Nahezu acht von zehn Deutschen wollen gleiche Rechte für schwule und lesbische Paare und 67 Prozent von ihnen sind der Meinung, diese Paare sollten auch das Recht haben zu heiraten, weltweit befürwortet dies die Hälfte der Befragten (52 Prozent). Lediglich 12 Prozent der Deutschen sind zwar für gleiche Rechte, verneinen jedoch das Recht auf Ehe für gleichgeschlechtliche Paare (weltweit 21 Prozent).

In Frankreich, wo es in den letzten Wochen Proteste gegen die „Homo-Ehe“ gab, sind über 80 Prozent dafür, dass homosexuelle Paare gleiche Rechte bekommen sollen, allerdings befürwortet nur die Hälfte eine Ehe gleichgeschlechtlicher Partner. In Schweden befürworten 81 Prozent das Recht auf Eheschließung für Schwule und Lesben, Polen ist mit einem Fünftel an Befürwortern auch hier eher traditionell eingestellt.

Sieben von zehn Befragten in Deutschland und auch 78 Prozent der Bürger Schwedens sind der Meinung, dass gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gleiche Rechte bei der Adoption eingeräumt werden sollten wie heterosexuellen Paaren. Deutschland liegt damit 12 Prozent über dem weltweiten Wert. Dreiviertel der Deutschen (74 gegenüber 64 Prozent weltweit) und acht von zehn Schweden vertreten zudem die Meinung, dass gleichgeschlechtliche Paare genau so gut wie heterosexuelle Paare Kinder erziehen können, bei einem funktionierenden Elternhaus ist das klassische Modell keine notwendige Voraussetzung.

In Polen sind dagegen nur 27 Prozent sind für gleiche Rechte; 36 Prozent sind der Meinung, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften Kinder genauso gut erziehen können wie Vater und Mutter.
Einigkeit besteht bei der Einschätzung, dass es Kulturen bzw. Gesellschaften gibt, die für die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern noch nicht bereit sind: 87 Prozent der Deutschen stimmen dieser Aussage zu, weltweit sind es acht von zehn Befragten – Schweden ist erneut mit „nur“ 69 Prozent am fortschrittlichsten.

In Deutschland ist allerdings auch ein Fünftel der Befragten der Meinung, dass die die Ehe von schwulen und lesbischen Paaren eine (potenzielle) Gefahr für die Gesellschaft darstellt – weltweit vertreten 28 Prozent diese Meinung. In Ungarn ist fast jeder Zweite (47 Prozent) der Ansicht, dass eine gleichgeschlechtliche Ehe eine Gefahr darstellt, in Norwegen ist es dagegen nur jeder Zehnte (9 Prozent).

Diese Ergebnisse stammen aus einer Ipsos-Umfrage, die zwischen dem 7. und 21. Mai 2013 in 16 Ländern über das Ipsos Online Panel durchgeführt wurde. Die teilnehmenden Länder waren Argentinien, Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Polen, Schweden, Spanien, Südkorea, Ungarn und die USA. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von Erwachsenen zwischen 16 und 64 Jahren gezogen, in den USA und Kanada zwischen 18 und 64 Jahren. Etwa 1000 Personen wurden pro Land befragt, mit Ausnahme von Argentinien, Belgien, Polen, Südkorea und Schweden, wo die Stichproben etwa bei 500 lagen.
Nähere Informationen zu Ipsos finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Ipsos GmbH

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