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Studien


Honorarberatung für Finanzdienstleistungen stößt auf Unverständnis

© Gabi Eder / pixelio.de 

 © Gabi Eder / pixelio.de

Für die Beratung zu Versicherungs- oder Finanzdienstleistungsprodukten zu bezahlen, das können sich die Deutschen zu drei Vierteln (74 Prozent) nur schwer vorstellen. Lediglich jeder fünfte Bundesbürger würde hingegen bezahlen.


Etwas aufgeschlossener sind dabei Jüngere (18 bis 24 Jahre): Unter ihnen würde rund jeder Dritte (36 Prozent) für ein Beratungsgespräch Geld auf den Tisch legen.

Die generell geringe Akzeptanz spiegelt sich auch in der Höhe der Bezahlung wider: Für eine Versicherungsberatung (2x2 Stunden inkl. Angebotsberechnung und Vorbereitung von Unterlagen) würde knapp die Hälfte der Befragen (47 Prozent) nicht mehr als 50 Euro bezahlen wollen. 18 Prozent würden zwischen 50 und 100 Euro ausgeben und gerade einmal fünf Prozent würden zwischen 100 und 200 Euro. Nach Schätzung von Branchenexperten müsste eine solche Beratung aber knapp 400 Euro kosten, um den notwendigen Aufwand widerzuspiegeln.

Am ehesten würden die Befragten für die Versicherungs- oder Finanzberatung bezahlen, wenn sie im Gegenzug beim Abschluss die Beraterprovision einmalig gutgeschrieben bekommen (28 Prozent). Eine qualitativ hochwertige Beratung sowie ein kompetenter Berater stellen für immerhin 18 Prozent einen guten Grund für die Honorarberatung dar. Jeweils 16 Prozent würden für die Beratung bezahlen, wenn diese von Anbietern und Beratern unabhängig ist oder der Berater die Interessen des Kunden verfolgt. Die hohe Unsicherheit zum Thema spiegelt sich aber in 22 Prozent der Antworten für „weiß nicht“ wider.

Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der ServiceRating GmbH, für die insgesamt 1.068 Personen vom 01.10. bis 06.10.2014 befragt wurden.
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