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Studien


Image Problem in Österreich

Die Marktforschung in Österreich hat ein Image-Problem. Das haben der Online-Umfragen-Spezialist Marketagent.com und der Telefonumfragen-Anbieter Telemark Marketing mit einer Studie in eigener Sache herausgefunden. Was den Marktforschern Sorgen macht, ist weniger ein schlechtes Image, als vielmehr, dass sie gar keines haben.

FotoHiero  / pixelio.de 

 FotoHiero / pixelio.de

43 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sehen das Image der Markt- und Meinungsforschung "neutral", gut 35 Prozent bewerten es als gut und bei einem Fünftel der Konsumenten haben die Marktforscher ein geringes Ansehen.

"Der Hauptprozentsatz ist neutral. Die Markt- und Meinungsforschung hat in den letzten Jahren etwas das Gesicht verloren", sagte Robert Sobotka, Geschäftsführer von Telemark Marketing, bei einer Pressekonferenz in Wien. "Uns fehlt es in der Branche leider an Image." Dabei würden 85 Prozent der Teilnehmer an Umfragen die Markt- und Meinungsforschung als durchaus wichtig für die Auftraggeber einschätzen.

Bei den befragten Kommunikationsexperten haben die Marktforscher ein klareres Profil: Knapp jeder Zweite bescheinigt den Demoskopen ein zumindest "eher gutes" Image.

Die Forscher befürchten jedoch eine Überforderung der Teilnehmer. Jeder zweite Erwachsene in Österreich habe in den letzten zwölf Monaten an zwei bis fünf Umfragen teilgenommen. Das sind also etwa 3,5 Millionen Österreicher, wobei jene noch nicht mitgerechnet sind, die nur an einer Befragung teilgenommen haben.

Was die harten Fakten betrifft, hat die Branche ein anderes Problem: Vom weltweiten Jahresumsatz - mehr als 40 Mrd. Dollar (35,41 Mrd. Euro) - entfallen 40 Prozent auf Europa, und hier sei der Umsatz eher rückläufig, berichtete Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com.

Wobei in Österreich nur 3,7 Prozent der Marketingausgaben in Marktforschung investiert würden. Damit liege Österreich klar abgeschlagen hinter größeren Märkten wie Großbritannien (20 Prozent), Frankreich (16,1 Prozent) und Deutschland (13,9 Prozent). Das liege daran, dass aus Kostengründen die deutschen Daten oft auf den Austro-Markt umgelegt würden. "Man denkt sich: Nehmen wir für die acht Millionen Ösis einfach die Ergebnisse von Bayern und das wird schon passen", so Schwabl.

Ein Imageproblem hat die Branche auch auf Arbeitnehmer-Seite. Auf den Berufswunsch-Hitlisten sei der Beruf des Marktforschers nicht vertreten, und nur jeder Dritte im Bereich der Marktforschung Tätige würde den eigenen Beruf als Traumjob bezeichnen. Allerdings hätten 84 Prozent der online befragten Marktforscher angegeben, mit ihrem Job sehr oder eher zufrieden zu sein.

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