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Studien


Immerwährendes Wachstum wird bezweifelt

Sind die fetten Jahre vorbei? 

 Sind die fetten Jahre vorbei?

Zwar sind die Österreicher mit ihrem Lebensstandard laut einer Marktforschungsuntersuchung noch in überwiegender Zahl zufrieden, dennoch: Sie beginnen sich mit der unbequemen Erkenntnis anzufreunden, dass die wirtschaftlichen Wachstumsraten der Nachkriegsjahrzehnte vorüber sind und dass die westlichen Gesellschaften ihr Heilsversprechen eines immerwährenden Wohlstands nicht länger verwirklichen können. 53% der österreichischen Bevölkerung erklärten in einer Anfang Januar durchgeführten Umfrage, sie würden an die Prognose, wonach wir uns längerfristig auf einen Stillstand, vielleicht sogar auf einen schrumpfenden Wohlstand einrichten müssen, glauben. Lediglich 22% halten eine solche Ansicht für Schwarzmalerei.
 
Besonders glaubwürdig ist die These eines stagnierenden oder sinkenden Wohlstands für die Seniorengeneration, aber auch für die mit dem Wirtschaftsleben am stärksten verflochtenen Personen, nämlich selbstständige Unternehmer in Industrie, Handel oder Gewerbe sowie Angehörige der freien Berufe.
 
Die untersuchten Meinungsreflexe verdichten sich derzeit zu einer Klima-Kennzahl von exakt 59,5 (gerundet 60). Dies ist ein Indexwert, der ein ungemein skeptisches Wirtschaftsgefühl der Bevölkerung verdeutlicht und im Großen und Ganzen den Stimmungslagen entspricht, die das Marktforschungsinstitut in besonders ungünstigen Konjunkturphasen registrierte. Die gegenwärtige Bedrückung der Österreicher wurzelt aber nicht so sehr im praktischen Erleben eines Abschwungs, als vielmehr in der stark ausgeprägten Vermutung eines drohenden Abstiegs. 31% der Österreicher betrachten die Gegenwart als eine glückliche, 53% hingegen als schwierige Zeit. Somit liegt das Lob für die Gegenwart um sechs Prozentpunkte unter der aus 105 früheren Messungen errechneten Benchmark für die Zufriedenheit. Der Tadel übertrifft hingehen um neun Prozentpunkte den Normwert.
Das Wirtschaftsklima in Österreich seit 1996 

 Das Wirtschaftsklima in Österreich seit 1996


 
22% der Österreicher meinen, man könne unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten beruhigt in die Zukunft sehen, für 59% besteht Anlass zur Besorgnis. Dies entspricht ziemlich genau dem seit 1973 beobachteten Durchschnittsverhalten der Bevölkerung.
 
53% der Erwachsenen leben in der Vorstellung, dass sie sich heute weniger leisten können als vor einem Jahr, ähnlich viele (52%) glauben, sie werden in einem weiteren Jahr weniger Geld zur Verfügung haben als jetzt. An eine Verbesserung oder zumindest an ein Gleichbleiben ihres Lebensstandards im Vergleich zum Vorjahr glauben 40%, an einen „Status quo plus" ihrer derzeitigen Situation im Hinblick auf die unmittelbare Zukunft 37%.
 
Das Marktforschungsinstitut IMAS befragte im Rahmen des IMAS-Report 1.002 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.
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