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Studien


Kein Problem mit Pferdefleisch – bei korrekter Deklarierung und Kontrolle

Angesichts des letzten Lebensmittelskandale überdenken derzeit viele Verbraucher ihr Konsumverhalten. Etwa ein Drittel der Deutschen will künftig keine fleischhaltigen Fertiggerichte mehr kaufen. Rund 60% geben an, grundsätzlich kein Problem damit, Pferdefleisch zu essen, sofern es gesundheitlich unbedenklich und entsprechend deklariert ist.
Die Verbraucher sind für das Thema Lebensmittelqualität sensibilisiert – und polarisiert. Das allgemeine Vertrauen in Lebensmittelkontrollen hat zwar zugenommen, allerdings ist auch der Anteil derer gestiegen, die der Überwachung wenig oder gar nicht vertrauen. Vor allem die unter 30-Jährigen, vorrangig Männer, verlassen sich überraschend stark auf die Überprüfungen von Lebensmitteln – nämlich zu 49%.

Das Alter, ebenso Bildungsgrad und Wohnumstände sind Faktoren für unterschiedliche Beurteilungen der Thematik: Konsumenten, die einen höheren Bildungsabschluss haben oder in Großstädten leben, vertrauen den Inspektionen tendenziell weniger als der Durchschnitt. Die Zahlen zeigen auch, dass der persönliche Kontakt zum Metzger Vertrauen schafft, denn in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern glauben 52% an eine hohe Qualität des angebotenen Fleischs, während es in Städten mit über 100.000 Einwohnern lediglich 37% tun.
Auch wird Gaststätten, Imbiss-Ständen und Bäckereien mehr Vertrauen geschenkt. 46% gehen davon aus, dass diese streng darauf achten, nur unbelastetes Fleisch und Eier zu verarbeiten beziehungsweise anzubieten. Noch vor zwei Jahren stimmten dieser Aussage lediglich 35 Prozent zu.

Bei den rund 60% der Deutschen, die kein Problem damit haben, Pferdefleisch zu essen, gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern. 68% der männlichen Befragten stimmen diesem Punkt zu, bei den Frauen sind es nur 49%. Auch das Lebensalter und Kinder spielen eine Rolle. Jüngere zeigen sich merklich zurückhaltender gegenüber dem Verzehr von Pferdefleisch als Verbraucher über 50 Jahre. Und nur knapp die Hälfte der Menschen, die mit Kindern im Haushalt zusammenleben, würde Pferdefleisch essen. Bei Verbrauchern ohne Kinder im Haushalt sind es dagegen 62%.

Verlässliche und strikt überwachte Angaben von Produktinhalten erhöhen grundsätzlich die Zahlungsbereitschaft für Lebensmittel. Drei Viertel der Verbraucher behaupten von sich, dass sie sogar mehr für Lebensmittel ausgeben würden. Vorausgesetzt sie hätten dafür die Sicherheit, dass in den Produkten auch wirklich das enthalten ist, was auf der Verpackung steht. Diese Ausgabebereitschaft ist zwar abhängig vom Haushaltsbudget,  doch auch Verbraucher mit einem geringen Einkommen stimmen dieser Aussage immer noch zu zwei Dritteln zu.
Knapp die Hälfte der Verbraucher ist der Ansicht, dass sich Skandale wie der aktuelle Fleischskandal vermeiden ließen, wenn alle mehr für Lebensmittel bezahlen würden. Diese Auffassung bestätigt eine grundlegende Bereitschaft, sich eine bessere und sicherere Ernährung auch etwas kosten zu lassen. Ein höheres Vertrauen der Konsumenten in die Sicherheit der Lebensmittel ist dafür jedoch Voraussetzung. Und dieses kann letztlich nur durch ein engmaschiges Kontrollsystem sichergestellt werden.

Die vorgestellten Ergebnisse sind ein Auszug aus der aktuellen Studie „Verbrauchervertrauen nach dem Fleischskandal“ von GfK und dem GfK Verein. In einer repräsentativen Mehrthemenumfrage wurden 1.010 Personen ab 14 Jahren in telefonischen Interviews befragt.
Quelle: GfK SE

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