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Studien


Kinderwunsch?

© Dieter Schütz / PIXELIO 

 © Dieter Schütz / PIXELIO

Trotz aller familienpolitischen Maßnahmen ist die Geburtenrate in Deutschland immer noch eine der niedrigsten in Europa. Dabei wünscht sich die Mehrheit Kinder: 66% aller Befragten möchten "auf jeden Fall" oder "vielleicht" Kinder haben. Bei den Jüngeren (25 bis 29 Jahre) sagen das sogar 86%, bei den 30- bis 34-Jährigen immer noch 74%. Das Lebensmodell Familie ist also für junge Menschen in Deutschland nach wie vor attraktiv. Interessant: Die Männer stehen der Familienplanung positiver gegenüber als die Frauen. Während 70% der männlichen Befragten "auf jeden Fall" oder "vielleicht" Kinder haben wollen, liegt der Anteil der Frauen bei 61%.
 
Was hält die Befragten mit Kinderwunsch davon ab, eine Familie zu gründen? 63% wollen sich erst eine solide finanzielle Basis schaffen, während für fast die Hälfte der Beruf oder die Ausbildung im Moment Vorrang hat (48%). Ein weiterer Grund: 44% fehlt schlicht der passende Partner oder die passende Partnerin für ein gemeinsames Kind - Männern öfter als Frauen: Die Hälfte der männlichen Befragten mit Kinderwunsch ist auf der Suche nach der passenden Partnerin im Gegensatz zu 33% bei den Frauen. Schaut man genauer auf das Alter ergibt sich folgendes Bild: Bei den Jüngeren zwischen 25 und 29 Jahren stehen mit großem Abstand die finanzielle Lage(79%) und der Beruf(67%) einer Familienplanung im Wege. Ab 35 Jahren überwiegt der/die fehlende Partner/in (59%), oder es hat einfach noch nicht geklappt mit dem Nachwuchs (44%).
 
42% der Befragten ohne Kinderwunsch würden sich für ein eigenes Kind entscheiden, wenn sie keinerlei finanzielle Sorgen hätten oder befürchten müssten. An zweiter Stelle mit 34% liegt die Bedingung einer guten und verlässlichen Kinderbetreuung knapp gefolgt von einem sicheren Arbeitsplatz (33%), einem liebevollen und verlässlichen Partner (32%) und einer Garantie auf flexible und berechenbare Arbeitszeiten (30%).
 
86% meinen, dass die finanzielle Unsicherheit oder die Sorge um den Arbeitsplatz die Entscheidung für Kinder erschwert. Schon an zweiter Stelle rangiert mit 81% die Begründung, unsere Gesellschaft bewerte die Leistungen im Beruf höher als Leistungen in der Familie. Außerdem finden viele Menschen den Alltag auch ohne Kinder schon anstrengend (79%). Die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie (77%), die Wichtigkeit der eigenen beruflichen Karriere der Frau (76%) sowie die fehlende Bereitschaft, den eigenen Lebensstil zugunsten von Kindern einzuschränken (74%) belegen die weiteren Plätze. Und immerhin jeder Dritte denkt, dass viele Menschen zu hohe Ansprüche an sich als Eltern haben und alles perfekt machen wollen, und dass Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder allein gelassen werden.
 
Die Studie „Warum kriegt ihr keine Kinder?" wurde von forsa im Auftrag der Zeitschriften ELTERN und ELTERN family durchgeführt. Für diese repräsentative Studie wurden über 1.000 kinderlose Frauen und Männer zwischen 25 und 45 Jahren zu Motiven und Wünschen rund um ihre Familienplanung befragt.

Nähere Informationen zu Forsa finden Sie auch online im p&a Handbuch der Marktforschung.  
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