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Studien


Konsumklima unverändert – Einkommenserwartung steigt

GfK sieht stabile Stimmung der Verbraucher im Juli. Einkommenserwartung ist erneut verbessert und die Anschaffungsneigung muss leichte Einbußen hinnehmen.
 
Der GfK-Indikator für die Konjunkturerwartung muss zum zweiten Mal in Folge Einbußen hinnehmen. Auch die Anschaffungsneigung verliert leicht an Wert. Das Niveau sei jedoch nach wie vor sehr hoch. Dies berichtet der Nürnberger Marktforscher in seinem monatlichen Konsumbarometer.
 
„Seit nunmehr zwei Monaten verlieren die Konjunkturaussichten der deutschen Verbraucher deutlich an Boden“, heißt es dort. Das bedeutet, die Bürger rechnen weiterhin damit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten wachsen wird – wenngleich nicht mehr so stark wie noch vor wenigen Wochen angenommen.
 
Die deutschen Konsumenten gehen offenbar davon aus, dass die mühsam errungene Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland negative Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur haben wird. Möglicherweise dämpfen aber auch die anderen internationale Krisen in der Ukraine und Russland sowie im Nahen und Mittleren Osten die Konjunkturaussichten. Im Gegensatz zu den Verbrauchern sehen die deutschen Unternehmen die wirtschaftlichen Aussichten aktuell wieder etwas optimistischer, wie der Anstieg des ifo-Geschäftsklimas im Juli dieses Jahres beweist.
 
Während sich der Konjunkturindikator abschwächt, eilt die Einkommenserwartung von Rekord zu Rekord. Der Indikator legt im Juli um 1,4 Punkte zu und weist nun 58,6 Zähler auf. Damit hat er seinen höchsten Wert seit der Wiedervereinigung aus dem Vormonat noch einmal übertroffen.
 
Die Einkommensaussichten der Deutschen zeigen sich damit völlig unbeeindruckt von internationalen Krisen und den Ereignissen um Griechenland. Darin sehen sie – zumindest vorerst – keinerlei Bedrohung für ihre weitere finanzielle Entwicklung. Offenbar richten sie ihren Blick nach wie vor eher auf die überaus guten inländischen Rahmenbedingungen. Eine niedrige Arbeitslosigkeit mit ständig neuen Beschäftigungsrekorden stärkt den Einkommensoptimismus der Konsumenten. Die gute Beschäftigungssituation gibt zudem Raum für deutliche Lohn- und Gehaltssteigerungen.
 
Die Konsumneigung profitiert von diesen überaus positiven Einkommensaussichten in diesem Monat nicht. Der Indikator verliert zum zweiten Mal in Folge. Der sinkende Konjunkturoptimismus dürfte ein Grund dafür sein, dass die Konsumlust nicht den Einkommensaussichten gefolgt, sondern geringfügig gesunken ist. Die Konsumlust der Verbraucher ist ungebrochen. Dies zeigt auch die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in den ersten fünf Monaten dieses Jahres. Nach den ersten vorläufigen Zahlen ist ein realer Zuwachs gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres von real 2,4 Prozent zu verzeichnen. (p&a)
 
Die Ergebnisse der Stimmungsbefragung stammen aus monatlich durchgeführten persönlichen Interviews bei etwa 2.000 Personen, die repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland sind. Sie sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ , die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.

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