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Studien


Kosmetik steigert Selbstwertgefühl

Die Verwendung von Kosmetik- und Schönheitsprodukten steht bei Jugendlichen im direkten Zusammenhang mit ihrem Selbstbild. Laut einer aktuellen Studie des Kölner rheingold salon im Auftrag des Industrieverbands Körperpflege und Waschmittel helfen Shampoo, Nagellack und Co. Unsicherheiten zu kompensieren.

Die tiefenpsychologisch-repräsentative Studie hat herausgefunden, dass bei Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren ein Kontrollverlust auf verschiedenen Ebenen stattfindet. Nicht nur körperlich im Zuge der Pubertät, sondern auch in der Familie und der Gesellschaft erleben sie häufig das Gegenteil der so sehr gewünschten „heilen Welt“.

Junge Menschen wachsen stattdessen in einer Krisengesellschaft auf, in der keine feste Rollenverteilung mehr stattfindet. Instabile Familienverhältnisse und Patchwork-Familien gehören für viele längst zum Alltag. Aber auch überbehütete Verhältnisse vermitteln den Jugendlichen nicht immer die ersehnte Stabilität.

Vielmehr findet eine deutliche Verzerrung der Realität statt, die auch von den Medien aufgegriffen wird. Jugendliche können zwar erkennen, welche Mittel Werbung zur Beeinflussung einsetzt, trotzdem lassen sie sich zu einem gewissen Grad davon beeinflussen. Es findet eine fortschreitende Ästhetisierung statt.

Auch deshalb versuchen die Jugendlichen, Halt und Sicherheit durch gutes Aussehen zu erlangen. 60 Prozent der Befragten gaben an, am gepflegten Äußeren ihres Gegenüber ablesen zu können, um was für einen Menschen es sich handelt. Je gepflegter dieser erscheint, desto mehr hat er augenscheinlich sein Leben unter Kontrolle.

Das Gefühl, die Kontrolle wiederzuerlangen, stärkt hingegen das eigene Selbstwertgefühl. 85 Prozent der Jugendlichen bearbeiten daher vor allem ihr Äußeres, um sich wieder sicherer zu fühlen. „Keine Generation zuvor hat sich so stark mit der Bearbeitung der Oberfläche beschäftigt wie die heutige“, erklärt Ines Imdahl, Studienleiterin und Geschäftsführerin von rheingold salon. „Ein attraktives, gepflegtes Äußer
es ist eine der wenigen Möglichkeiten für Jugendliche, ein Gefühl von Halt und Kontrolle in ihrem Leben zu entwickeln.“

„Das ist jedoch kein Zeichen von Oberflächlichkeit sondern vermittelt ihnen vielmehr das Gefühl sozialer Akzeptanz, das für die jungen Erwachsenen höchste Priorität hat“, sagt Imdahl bei der vorstellung der Ergebnisse in Frankfurt. (sen)

Im Rahmen der qualitativen Befragung wurden Gruppendiskussionen und Einzel-Tiefeninterviews mit insgesamt 38 Jugendlichen undjungen Erwachsenen im Alter von 14-21 Jahren durchgeführt. Für die repräsentative quantitative Befragung wurden 1.012 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von
14-21 Jahren interviewt.


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