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Studien


Leaders of Tomorrow rechnen ab

Wie beurteilen die Leaders of Tomorrow bestimmte Eigenschaften ihrer eigenen Generation, wie die der aktuellen Führungsriege und wie sich selbst? (Quelle: GfK-Verein) 

 Wie beurteilen die Leaders of Tomorrow bestimmte Eigenschaften ihrer eigenen Generation, wie die der aktuellen Führungsriege und wie sich selbst? (Quelle: GfK-Verein)

Werden ambitionierte junge Akademiker (Leaders of Tomorrow) zur aktuellen Führungsriege in Wirtschaft und Politik (Leaders of Today) gefragt, dann lesen sich die Antworten wie ein Coaching-Gespräch für die Führungselite: Oft geht es um wahrgenommenes Führungsversagen der derzeitigen Führungskräfte. Es werden anhand von Beispielen und Metaphern falsche strategische Prioritäten, schlechte Personalentwicklung, handwerkliche Schnitzer und wenig nachhaltiges Handeln kritisiert, aber auch konkrete Handlungsempfehlungen gegeben.

Diese kritische Sicht der Leaders of Tomorrow spiegelt sich auch darin wider, dass 61 Prozent der Befragten angaben, Regierungen und Verwaltungen würden mit ihren Entscheidungen bei wichtigen Themen „oft“ versagen. Auch Unternehmer und Manager erscheinen in einem kaum besseren Licht: Beinahe die Hälfte hält deren Entscheidungen oft für falsch.

Die Leaders of Tomorrow wurden auch gefragt, wie sie bestimmte Eigenschaften ihrer eigenen Generation der „Millennials“ einschätzen, wie die der aktuellen Führungsriege und wie sie sich schließlich selbst beurteilen. Die Ergebnisse machen klar, dass sich die jungen Talente völlig anders einschätzen als die derzeitigen Führungskräfte. Interessant ist allerdings, dass die Leaders of Tomorrow den Unterschied zwischen den zwei Generationen der Leaders of Today und ihrer eigenen „Generation Y“ geringer einstufen, als die Unterschiede, die sie zwischen sich selbst und dem Rest ausmachen: Ihre eigene Generation Y schätzen sie als etwa gleich vertrauenswürdig ein wie die Leaders of Today und als im gleichen Maß ichbezogen. Sich selbst empfinden sie jedoch als weit vertrauenswürdiger und altruistischer als sowohl ihre eigene Generation Y als auch die Generation der amtierenden Führungskräfte. Sie taxieren sich zudem als wesentlich weniger materialistisch und weniger statusfixiert als den Rest - aber als deutlich fleißiger.

Bei den Ansprüchen an den künftigen Arbeitgeber sind den Teilnehmern der Befragung attraktive Karrierechancen (74 Prozent), inhaltlich interessante Aufgaben (68 Prozent) und Autonomie (60 Prozent) wichtig. Die Work-Life Balance (55 Prozent), internationale Ausrichtung (54 Prozent) und positive gesellschaftliche Auswirkungen (54 Prozent) ihrer Tätigkeit stehen ebenfalls oben auf der Liste. Wie sicher und wie gut bezahlt der Job ist, scheint den meisten Leaders of Tomorrow dagegen weniger bedeutsam. Und auf eines legt die Mehrheit der künftigen Führungskräfte wenig Wert: auf Gehaltsnebenleistungen wie z.B. einen Dienstwagen.

„Ohne den Anspruch auf Repräsentativität, erlaubt unsere Umfrage doch äußerst wertvolle Einblicke in die Ziele und Werte ambitionierter junger Talente, die die Zukunft des Planeten mitgestalten werden“, kommentiert Dr. Andreas Neus, der beim GfK Verein für Hochschulkooperationen zuständig ist, die Ergebnisse. „Es sollte den Entscheidern in Politik und Wirtschaft zu denken geben, wie kritisch ihre potenziellen Nachfolger ihre Führungsqualitäten bewerten.“

Für das „Global Perspectives Barometer 2014 – Voices of the Leaders of Tomorrow“ wurden im Februar und März 2014 876 junge Talente unter 35 Jahren aus 107 Ländern aus dem weltumspannenden Netzwerk des St. Gallen Symposiums befragt (keine repräsentative Auswahl). Der Großteil der Befragten sind Vollzeitstudenten, die restlichen studieren in Teilzeit oder sind bereits berufstätig. Die Studie ist eine Kooperation des St. Gallen Symposiums und des GfK Vereins.
Nähere Informationen zum GfK-Verein finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

Zum Eintrag zur GfK-Gruppe gelangen Sie hier: Firmenprofil >>
Quelle: GfK Verein

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