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Studien


Leben im Alter

Altersarmut in Deutschland? (Quelle: Imas/Seniorresearch) 

 Altersarmut in Deutschland? (Quelle: Imas/Seniorresearch)

Die Perspektive der Bundesbürger auf das Leben im Alter ist nicht rosig: Größte Übereinstimmung, was die typische Situation älterer Menschen betrifft, herrscht in der Ansicht, dass im Regelfall die Rente nicht ausreicht, um sich bei Bedarf eine ordentliche Pflege leisten zu können. Diese Meinung wird von 62 Prozent der Deutschen vertreten, also nicht nur von den Senioren selbst, sondern in vergleichbarem Ausmaß von allen Altersgruppen bis hin zu den 16- bis 29-Jährigen, die heute meist noch in der Ausbildung sind.

Außerdem wurde nach typischen Probleme älterer Menschen in der Vorstellung von Jung und Alt gefragt: Häufige Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte wurden von 55 Prozent angeführt. Ein Leben im Seniorenheim, obwohl man in seiner gewohnten Umgebung bleiben möchte, nannten 50 Prozent. Für alltägliche Dinge wie Einkaufen oder Wäsche waschen ist man auf fremde Hilfe angewiesen (49 Prozent). Man muss auf seine ganzen Ersparnisse zurückgreifen, um über die Runden zu kommen (46 Prozent).

Die Befunde zeugen von einer weit verbreiteten Furcht vor den materiellen Implikationen des Alters und vor einer Situation, in der man auf fremde Hilfe angewiesen und anderen ausgeliefert ist. Folgenschwer wiegt hier zweifellos das Auseinanderbrechen der klassische Familienstrukturen und die zunehmende Vereinzelung in unserer Gesellschaft. Nur noch 40 Prozent der Bundesbürger gaben bei der Studie zu Protokoll, viele Verwandte zu haben. Rund jeder dritte Bundesbürger hätte im Krankheitsfall schon jetzt Probleme, eine Betreuung zu finden, wenn er/sie das Bett nicht verlassen kann. In den stark zunehmenden Single-Haushalten sind es sogar 40 Prozent.

Die materielle Altersarmut in Deutschland in ihrer extremen Verbreitung wird von der Bevölkerung überschätzt. Denn de Facto sind derzeit nur rund 3 Prozent der über 65-Jährigen auf die soziale Grundsicherung angewiesen und im internationalen Vergleich befinden sich die deutschen Senioren in einer materiell ausgesprochen komfortablen Situation. Keineswegs herabzustufen ist hingegen der mentale Notstand, der sich mit dem Problem des Alterns verbindet. Was den Menschen fehlt, ist das Vertrauen in das Sozialsystem und die Überzeugung eines ausreichenden Schutzes in Krisenlagen wie etwa bei Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Arbeitslosigkeit.

Für die Studie des IMAS-Institut in Kooperation mit Seniorresearch wurden 1.000 Personen ab 16 Jahren befragt.
Nähere Informationen zu Imas International finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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