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Studien


Lebensmittel sollen portionierbar und regional sein

Die Lebensmittelauswahl ist oft unübersichtlich (© Miroslaw / pixelio.de) 

 Die Lebensmittelauswahl ist oft unübersichtlich (© Miroslaw / pixelio.de)

Das Lebensmittel-Angebot ist riesig und die Auswahl für Verbraucher schwierig. Je voller die Regale, desto dankbarer sind Kunden für Produkte, die ihnen die Orientierung leicht machen. Der Informationsgestaltung auf der Verpackung kommt somit eine zentrale Bedeutung zu.

Zudem sehnen sich viele Verbraucher nach einem Gefühl von mehr Transparenz und "Ehrlichkeit", Authentizität und klaren "Verhältnissen" im Food-Sektor. Ein Trend-Thema wie "Regionalität" greift die latente Sehnsucht der älteren wie der jüngeren Konsumenten nach Überschaubarkeit und Vertrauen auf.

Ernährung findet zunehmend dann statt, wenn Zeit ist. Das hat Folgen für die Auswahl, denn was zu sperrig, in der Zubereitung zu komplex oder zeitaufwändig ist, kommt weniger in Frage. Von dieser Entwicklung profitieren alle Convenience-Angebote, die aber nicht nur schnell, sondern auch gesund sein sollen. Zentrale Begriffe für Verbraucher sind Frische und Ausgewogenheit.

Ein weiteres wichtiges Thema ist punktgenaue Dosierbarkeit von Lebensmitteln, zum Beispiel kleine Packungsgrößen, Wiederverschließbarkeit, "Kammersysteme" und die Möglichkeit einer portionsweisen Entnahme. Es werden im modernen Ernährungsalltag also Produkte gesucht, die schnell und punktgenau das spontane Bedürfnis befriedigen.

Ein für jede Lebensphase passendes Produkt wollen die Verbraucher hingegen nicht. Die befragten Verbraucher erleben entsprechende Überlegungen mehr als persönliche Einengung denn als Zugewinn. Die Vision, sich zukünftig im Supermarkt dazu genötigt zu fühlen, seinen Einkaufswagen lebensphasengerecht zu befüllen, ist ihnen unangenehm, ja sie verweigern sich diesem Gedanken regelrecht.

Soweit die Ergebnisse einer qualitativen Verbraucherstudie, in der die DLG und das rheingold Institut in Köln der Frage nachgegangen sind, wie stark spezifische Lebensabschnitts-Themen bei Verbrauchern die grundlegenden Erwartungen und Ansprüche im Bereich Lebensmittel beeinflussen. Dafür wurden Verbraucher in jeweils zweistündigen face-to-face Interviews zu ihrer aktuellen Ernährungswirklichkeit, aber auch zu ihrer Ernährungsbiographie psychologisch vertiefend befragt. Dies wurde flankiert durch ein Consumption Diary, in dem die Befragten über eine Woche lang Tagebuch darüber führten, in welchen konkreten Situationen und unter welchen Rahmenbedingungen sie welche Lebensmittel konsumierten. In der Stichprobe wurden unterschiedliche, relativ pragmatisch gefasste Lebensphasen berücksichtigt.
Nähere Informationen zum rheingold Institut finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: DLG e.V.

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