ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Mobile Research noch nicht etabliert

© Konstantin Gastmann / PIXELIO 

 © Konstantin Gastmann / PIXELIO

Mobile Research hat sich zum aktuellen Zeitpunkt neben den klassischen Erhebungsmethoden noch nicht als gleichberechtigtes Tool etabliert. Im Rahmen der Studie wurden Marktforschungsauftraggeber aus der D-A-CH Region zur aktuellen Bedeutung und zum Zukunftspotenzial von Mobile Research befragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass drei von fünf Experten die Methode heute noch nicht zum Standardrepertoire der Markt- und Meinungsforschung zählen. Betriebsmarktforscher sind hier mit 81,1% Verneinung noch skeptischer als die Gesamt-Gruppe der Marktforschungsauftraggeber.
 
Als Hauptgründe für die teilweise noch bestehenden Vorbehalte gegen Mobile Research auf Auftraggeber-Seite können vor allem der kostenverursachende Datentraffic für die Befragungs-Teilnehmer („sehr großer Nachteil“: 34,9%), die teilweise umständliche Dateneingabe am Handy-Display (34,9%) sowie die fehlende Homogenität der Handy-Browser (33,3%) identifiziert werden. Auch bestehende Unsicherheiten seitens der Umfrage-Teilnehmer über anfallende Nutzungskosten (29,4%) bereitet den Experten Kopfzerbrechen. Insgesamt äußern 35% der Marktforschungsauftraggeber im Rahmen der Umfrage methodische Bedenken in Bezug auf die mobile Forschung, wobei sich der Skeptiker-Anteil unter den Betriebsmarktforschern mit 48,4% wiederum etwas höher beläuft als in der Gesamt-Gruppe der Befragten.
 
Laut Mobile Research Barometer gehen zwei von drei befragten Experten davon aus, dass die mobile Forschungsdisziplin in drei Jahren eine feste Säule im Erhebungsmix der quantitativen Marktforschung darstellen wird (bis 2014: 32,7%). Auch Betriebsmarktforscher prognostizieren einen ähnlichen Bedeutungszuwachs bis 2014 (30,3%). Die befragten Kommunikations- und Marktforschungsexperten schätzen, dass schon 2015 gut ein Viertel der Interviews im deutschsprachigen Raum via Mobile Research erhoben werden könnte, bis 2020 geht man von einem Wachstum von 500 Prozent gegenüber heute aus. Die Zukunft von Mobile Research sehen die Experten vor allem in der Befragung via Apps (45,0%) sowie via Aufruf eines Online-Fragebogens über mobile Endgeräte (37,6%). Kaum Durchsetzungspotenzial wird dagegen SMS- oder MMS-Befragungen attestiert. Dass sich diese durchsetzen werden, glauben nur 11% der Befragten.
 
Als Vorteile von Mobile Research gelten neben der guten Erreichbarkeit mobiler Zielgruppen („sehr großer Vorteil“: 42,8%) vor allem die Orts- und Zeitunabhängigkeit des Erhebungsmediums (50,5%) sowie die Möglichkeit für sehr kurzfristige Befragungen mit rascher Response (48,9%). Für komplexe Befragungsthemen sehen Experten aus heutiger Sicht aber noch wenig Durchsetzungspotenzial. So wird die maximal akzeptable Befragungslänge bei SMS-Befragungen auf durchschnittlich fünf Fragen und bei Befragungen über mobile Web-Anwendungen wie mobile Websites oder Apps auf durchschnittlich 10 Fragen geschätzt. Ideen, wie die Analyse von via Handy übermittelten Bildern oder Videos spielt zum aktuellen Zeitpunkt aus Sicht der Marktforschungsauftraggeber eine eher untergeordnete Rolle bei der mobilen Marktforschung (22,0%).
 
Marketagent.com hat im Rahmen einer aktuellen Studie 327 Marktforschungsauftraggeber aus der D-A-CH Region, davon 122 Betriebsmarktforscher, zum Zukunftspotenzial von Mobile Research befragt (CAWI).
Quelle: Market Agent

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email