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Studien


Mobilitätstypen: Vom Bildungs-Bahner bis zum Land-Local

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Je nachdem mit welchem Verkehrsmittel man unterwegs ist, verändert sich die Ernährung. Die einen kaufen sich ein Brötchen beim Kiosk, um dieses in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit zu essen. Andere nutzen den Tankstopp auf der Fahrt ins Wochenende, um sich schnell noch einen Smoothie zu gönnen. Doch auch der Grund der Mobilität ist ausschlaggebend: So neigen Menschen in ihrer Freizeit eher dazu, sich unterwegs etwas zum Essen oder Trinken zu kaufen. Die Studie differenziert daher zwischen beruflichem (Arbeitsmobilität) und privatem (Freizeitmobilität) unterwegs sein. Anhand von fünf Arbeitsmobilitätstypen wird das Mobilitätsverhalten der arbeitenden Bevölkerung an Arbeitstagen einer normalen Arbeitswoche verdeutlicht. Fünf Freizeitmobilitätstypen zeigen auf, wie die Deutschen in puncto Mobilität und in ihrer Versorgung unterwegs an freien Tagen bzw. Wochenenden agieren (Prozentanteil an der arbeitenden Bevölkerung Deutschlands):

Typen Arbeitsmobilität (© 2014 Lekkerland AG & Co.KG) 

 Typen Arbeitsmobilität (© 2014 Lekkerland AG & Co.KG)

Bildungs-Bahner (19 Prozent) leben vorwiegend in Großstädten und sind meist kinderlos (80 Prozent). Circa die Hälfte von ihnen befindet sich noch in der Ausbildung, die anderen arbeiten Voll- oder Teilzeit. Die meisten von ihnen (85 Prozent) fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, die anderen gehen zu Fuß oder nehmen das Rad.
Unterwegsversorgung: Die Bildungs-Bahner sind im Vergleich zu den anderen Clustern am häufigsten unter der Woche unterwegs. Vierzig Prozent sind mindestens drei von fünf Abenden in der Woche nicht zu Hause. Sie haben auch den höchsten Convenience-Index von allen Arbeitsmobilitätstypen (3,01). Von ihnen haben 47 Prozent in den letzten Wochen auf dem Weg zur Arbeit etwas zu essen oder zu trinken gekauft und 45 Prozent auf dem Heimweg. Am häufigsten gehen die Bildungs-Bahner entweder zum Bäcker (51 Prozent) oder zum Supermarkt (33 Prozent), aber auch Kioske besuchen sie vergleichsweise häufig (8 Prozent), wenig findet man die Bildungs-Bahner an Tankstellen (6 Prozent) und an Imbissen (6 Prozent). Sie sind überdurchschnittlich preissensibel und achten auf Schnelligkeit und Bequemlichkeit.

Job-Wohn-Nachbarn (17 Prozent) brauchen weniger als zehn Minuten zur Arbeitsstelle. Fast alle Job-Wohn-Nachbarn sind über die Phase der Ausbildung hinaus und arbeiten in Vollzeit (49 Prozent) oder in Teilzeit (34 Prozent), wobei der Anteil der Teilzeit-Beschäftigten im Vergleich zu den anderen Clustern besonders hoch ist.
Unterwegsversorgung: Auch die Job-Wohn-Nachbarn sind noch vergleichsweise häufig unter der Woche unterwegs. 34 Prozent von ihnen sind an mindestens drei von fünf Abenden nicht zu Hause. Vergleichsweise wenige haben sich auf dem Heimweg etwas zu essen oder zu trinken gekauft (28 Prozent), ihr Convenience-Index ist auch mit am niedrigsten (2,69). Auch morgens versorgen sie sich deutlich weniger unterwegs als zum Beispiel die Bildungs-Bahner und die Ergebnisorientierten Pendler, denn nur 30 Prozent haben sich in den letzten Wochen auf dem Weg zur Arbeit etwas gekauft. Die Job- Wohn-Nachbarn kaufen unterwegs am häufigsten beim Bäcker (55 Prozent) oder im Fast Food-Restaurant (36 Prozent), aber auch beim Imbiss findet man sie überdurchschnittlich häufig (12 Prozent). Verglichen mit den anderen Typen legen mehr von ihnen Wert auf Frische, Qualität und Geschmack.

Ergebnisorientiere Pendler (22 Prozent) zeichnen sich durch relativ lange Pendelwege aus. Fast alle (90 Prozent) brauchen länger als 20 Minuten zur Arbeit und nahezu drei Viertel (70 Prozent) brauchen länger als 30 Minuten. Der überwiegende Teil ist vollzeitbeschäftigt (76 Prozent). Die meisten Ergebnisorientierten Pendler haben ein Auto (75 Prozent), aber nicht alle nutzen das Auto, um zur Arbeit zu gelangen, denn etwa die Hälfte nutzt öffentliche Verkehrsmittel.
Unterwegsversorgung: Wenn die Ergebnisorientierten Pendler nach der Arbeit zu Hause angekommen sind, bleiben 44 Prozent von ihnen unter der Woche jeden Abend daheim. Der Anteil derer, die sich in den letzten Wochen auf dem Heimweg etwas zu essen oder zu trinken gekauft haben, liegt bei 39 Prozent. Ihr Convenience-Index liegt mit 2,88 im mittleren Bereich. Auch wenn absolut betrachtet der größte Anteil der Ergebnisorientierten Pendler zum Bäcker (44 Prozent), zum Fast Food-Restaurant (30 Prozent) und Supermarkt (27 Prozent) geht, findet man sie ebenso vergleichsweise häufig beim Discounter (21 Prozent), in Tankstellen (15 Prozent) und Imbissen (11 Prozent). Wenn sie etwas kaufen, wollen sie möglichst alles auf einmal: Auch wenn ihre Hauptkriterien Schnelligkeit und Bequemlichkeit sind, wollen sie auf Frische, Qualität und Geschmack nicht verzichten. Der Preis ist weniger wichtig.

Kleinstadt-Autopuristen (18 Prozent) wohnen meistens in kleineren oder mittleren Städten und haben einen Weg zur Arbeit, für den sie zwischen zehn und 20 Minuten benötigen. Sie befinden sich in der zweiten Hälfte des Arbeitslebens, besitzen ein eigenes Auto, nutzen dies auch, um zur Arbeit zu gelangen, und arbeiten überwiegend Vollzeit (70 Prozent).
Unterwegsversorgung: Die Kleinstadt-Autopuristen sind mittelmäßig häufig unterwegs, 44 Prozent von ihnen sind in der Regel abends unter der Woche zu Hause, denn viele von ihnen leben in Familien. Ihr Convenience-Index liegt mit 2,89 unter den Bildungs-Bahnern (3,01), aber über dem der Job-Wohn-Nachbarn (2,69) und der Provinz-Autogezwungenen (2,83). Im Vergleich zu den Provinz-Autogezwungenen (29 Prozent) kaufen sie sich jedoch öfters auf dem Heimweg etwas zu essen und zu trinken (35 Prozent). Dies tun sie am häufigsten beim Bäcker (40 Prozent), im Fast Food-Restaurant (30 Prozent), im Supermarkt (28 Prozent) und beim Discounter (28 Prozent). Vergleichsweise hoch ist auch der Anteil derer, die zur Tankstelle (20 Prozent) und zum Metzger (13 Prozent) gehen. Besonders wichtig ist ihnen Schnelligkeit, daneben wollen sie Qualität, Geschmack und Frische, der Preis spielt seltener eine Rolle.

Provinz-Autogezwungene (24 Prozent) leben in erster Linie auf dem Land. Sie haben alle ein eigenes, meistens nicht sehr leistungsstarkes Fahrzeug, das bei zwei Drittel der Personen älter als fünf Jahre ist. Das nutzen sie auch, um zur Arbeit zu gelangen. Die Pendeldauer zur Arbeit ist unterschiedlich, aber kaum einer benötigt mehr als 30 Minuten.
Unterwegsversorgung: Ähnlich wie die Kleinstadt-Autopuristen sind die Provinz-Autogezwungenen vergleichsweise wenig unterwegs. 50 Prozent von ihnen sind eigentlich jeden Abend zu Hause und relativ wenige kaufen auf dem Weg zur oder von der Arbeit etwas zu essen oder zu trinken ein, ihr Convenience-Index ist vergleichsweise niedrig (2,83). Wenn sie sich unterwegs versorgen, dann kaufen sie am häufigsten beim Bäcker (45 Prozent), im Supermarkt (27 Prozent) oder an der Tankstelle (23 Prozent). Von allen Typen legen sie am wenigsten Wert auf Frische, Qualität und Geschmack. Ähnlich wie die Bildungs-Bahner sind sie dabei relativ preissensibel.


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