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Studien


Noch kein Wahlkampf im Social Web

©  Doreen Bierdel  / pixelio.de    

 © Doreen Bierdel / pixelio.de

Der Wahlkamp ist im Social Web noch nicht wirklich angekommen: Gerade mal elf Prozent der Befragten nutzen diesen Kanal als Informationsquelle für tagespolitische Themen und Nachrichten. Doch immerhin acht Prozent der Befragten stellen in Sozialen Netzwerken wie Facebook eigene politische Beiträge ein.

Informationsquelle Nummer eins für Politikthemen ist das Fernsehen (74 Prozent). Besonders überraschend: die Tageszeitung liegt - gleichauf mit Radio - auf Rang zwei. Die Hälfte der Befragten gibt an, sich sehr häufig oder häufig mit Hilfe des traditionellen Printmediums über die Tagespolitik zu informieren. Über Nachrichtenportale im Internet informieren sich 42 Prozent der Befragten.

Im Vergleich zu den klassischen Medien werden Soziale Medien zwar weniger oft genutzt, sind aber besonders bei Jüngeren eine beliebte Informationsquelle - auch in Sachen Politik. Allgemein betrachtet sind die jüngeren Befragten unter 35 Jahre bei der Informationssuche eher im Internet unterwegs, Online-Nachrichtenportale werden von ihnen fast ebenso häufig genutzt wie TV. Tageszeitungen liegen auf Rang vier.

Doch was die Glaubwürdigkeit politischer Einträge in Sozialen Medien betrifft, sind die Befragten eher kritisch: 38 Prozent empfinden politische Informationen in Sozialen Netzwerken nicht vertrauenswürdig. In Bezug auf Vertrauen stehen die Tageszeitungen bei Jung und Alt sehr hoch im Kurs. Bei den unter 35-Jährigen sogar auf Rang eins vor TV und Radio. Die Sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter belegen den letzten Platz.

Geht es um das Thema Internet, so wird auch von den Volksvertretern eine gewisse Nutzungskompetenz mit digitalen Medien vorausgesetzt. Die Mehrheit der Befragten (64 Prozent) erwartet von den Politikern, dass sie sich mit Internet und Sozialen Netzwerken auskennen. Über 40 Prozent sind der Meinung, dass Politiker, die die Neuen Medien nicht nutzen, nicht auf der Höhe der Zeit sind. Und so schreiben 16 Prozent Angela Merkel (CDU) eine besonders hohe Kompetenz in Bezug auf das Internet und soziale Netzwerke zu. Nur Sahra Wagenknecht (Die Linke) (17 Prozent) und Bernd Schlömer (Piraten) (28 Prozent) muss sich die Bundeskanzlerin geschlagen geben. Doch im Vergleich zum US-Präsident Barack Obama (37 Prozent) ist das Internet für die deutschen Politiker offenbar tatsächlich eher Neuland.
  Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Politics by Social Media“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 2.831 Internetnutzer vom 09.07. bis 20.07.2013 in Deutschland repräsentativ befragt wurden.

Nähere Informationen zu YouGov finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: YouGov

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