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Studien


OTC: Nationale Unterschiede

© siepmannH / PIXELIO 

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Wenn trotz guter Ernährung, Sport oder Gewichtsreduktion die Grippewelle zuschlägt, dann sind OTC-Produkte oft die nächste Maßnahme. Mit etwa 40 % führen Husten- und Grippe- sowie Schmerzmittel bei den Käufen im letzten halben Jahr die Liste der „beliebtesten“ OTC-Produkte weltweit an.

 
Da die Befragung in den erkältungslastigen Monaten durchgeführt wurde, verwundern diese Ergebnisse auf den ersten Blick nicht, jedoch gibt es klare nationale Unterschiede. So haben in den VAE und Großbritannien beispielsweise 72% bzw. 62% der Befragten in den letzten sechs Monaten Schmerzmittel eingekauft, während dies in Deutschland nur weniger als ein Drittel der Befragten angibt. Allerdings haben 34% der Deutschen in diesem Zeitraum zu Husten- und Grippemittel gegriffen.
 
Kauft der Deutsche dann „billigere Eigenmarken“ (d.h. Generika) oder doch die „bewährten“ Marken? Hier zeigt sich eine interessante Dichotomie: Zum einen machen fast die Hälfte der Befragten (44%) keinen expliziten Qualitätsunterschied zwischen Eigen- und Herstellermarken im OTC-Bereich, zum anderen würden sie aber, wenn es um ihre Familie geht, doch mehrheitlich (51%) auf anerkannte Markenprodukte zurückgreifen. Qualitätsunterschiede äußern sich allem Anschein nach implizit und unterschwellig. In den USA, UK und Spanien herrscht ein weit größeres Misstrauen gegenüber den Eigenmarken: jeweils 65% bzw. 71% haben kein Vertrauen in Eigenmarken.
 
Die Vertriebsstruktur der OTC-Produkte ist weltweit sehr unterschiedlich. Nur in wenigen Ländern gibt es, wie in Deutschland, ausschließlich die inhabergeführte Apotheke als Einkaufsmöglichkeit für OTC-Arzneimittel (neben den Internet-apotheken). Dementsprechend unterschiedlich ist das Vertrauen, das dem Ver-kaufspersonal entgegengebracht wird. Der Apotheker genießt in Deutschland einen sehr hohen Vertrauensbonus: mehr als zwei Drittel aller befragten Deutschen vertrauen seinem Rat. Kein anderes der untersuchten europäischen Länder kann ähnlich hohe Werte aufweisen. Der Schluss liegt nahe, dass Generika im deutschen Markt durch den ausschließlichen Vertrieb durch Apotheken Aufwertung und dadurch Akzeptanz erfahren – der Einkaufsort spielt eine nicht unerhebliche Rolle auf Produktbewertungen.
 
Große internationale Unterschiede gibt es auch beim Thema Schlafmittel. Insgesamt lehnen mehr als ein Drittel aller Befragten es ab, Schlafmittel einzunehmen, um auf Langstreckenflügen besser schlafen zu können. In Deutschland sind knapp drei Viertel aller Befragten gegen die Einnahme von Schlafmitteln als Reisemittel,  während 80% der Belgier und 70 % der Franzosen dafür sind. Auch die befürworten Schlafmittel, um ihre Reisetätigkeit angenehmer zu gestalten (70%).
 
Synovate befragte für die internationale Studie Personen in 17 Ländern zu ihrem Verhältnis zu OTC-Arzneimitteln. Die Untersuchung umfasste fast 12.000 Personen und wurde in Australien, Belgien, Chile, Deutschland, Frankreich, Hong Kong, Ungarn, Indonesien, Korea, den Niederlanden, Serbien, Singapur, Spanien, Taiwan, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Großbritannien und den USA durchgeführt. 
Quelle: Synovate

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