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Studien


Occupy: Integrierte Idealisten & Utopisten

Occupy-Lager in Frankfurt (© Florentine / pixelio.de) 

 Occupy-Lager in Frankfurt (© Florentine / pixelio.de)

Die Occupy-Bewegung ist sehr vielfältig ist und umfasst Geschäftsleute, die sich in Teilzeit engagieren, bis hin zu Utopisten und Aussteigern. Die vorliegende Studie wurde unter „Wie tickt Occupy?“ bei p&a bereits vorgestellt. Wie stark die Vielfalt in Motivation, Lebenslage und Weltsicht unter den Occupy Aktivisten ist, zeigen nun zwei Portraits.

Die Integrierten Idealisten
Eine wichtige Gruppe innerhalb von Occupy sind laut Dr. Tomas Jerkovic (GIM) die Integrierten Idealisten, die besonders in der Anfangsphase im Herbst und Winter 2011 die thematische und organisatorische Aufstellung des Occupy Camps entscheidend vorangebracht haben. Bei den Integrierten Idealisten handelt es sich um wohlsituierte gut, ausgebildete Berufstätige mit Familie, die eine informierten und differenzierten Blick auf das Finanzsystem haben. Sie verbringen einen Teil ihrer Zeit im Camp neben Arbeitswelt und Familie. Ihr Engagement für mehr soziale Gerechtigkeit und ihr Wunsch nach einem nachhaltigen gesellschaftlichen Wertewandel fußen auf ihrer systemkritische Sozialisation. 
 
Die Utopisten & Aussteiger
Die Utopisten & Aussteiger repräsentieren eine weitere große Gruppe innerhalb von Occupy, die in ihrer grundsätzlichen Systemkritik am Finanzsektor mit anderen Teilen der Bewegung übereinstimmen, aber weniger an realpolitischen Lösungen interessiert sind als am generellen Diskurs (Utopisten) bzw. am apolitischen Happening (Aussteiger). Utopisten & Aussteiger sind enttäuscht vom System, die peer group ist ihre zentrale Bezugsgröße und dominiert auch Weltsicht und Informationsverhalten. Abgekoppelt von Bindungen an Familie und Arbeitswelt äußert diese Gruppe fundamentale Systemkritik, und sieht sich als Opfer des Systems. Die Suche nach konkreten Lösungen ist weniger wichtig. Occupy wird als offene Plattform genutzt - zum einen für den Diskurs und zum anderen zur Verwirklichung der individuell angestrebten Lebensform.
 
Für die Studie führte die GIM "fluide" Gruppendiskussionen und Einzelgespräche im Frankfurter Occupy Camp (Asamblea) mit Doppelmoderation durch: Ein Forscher hatte vorher die ethnologische Rekrutierung durchgeführt und somit Zugang zur Gruppe hergestellt - er fungierte während der Gruppendiskussion als Cultural Broker. Ein zweiter Moderator / Forscher betrat das Camp erst zur eigentlichen Gruppendiskussion und war neutraler Explorateur. Zudem Gruppendiskussionen und Einzelgespräche mit Occupy-Sympathisanten (Singles, Familien, Anleger) und occupy-affinen Bankangestellten. 
Nähere Informationen zur GIM finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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