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Studien


Öffentliche Kinderbetreuung kommt an

© S. Hofschlaeger  / pixelio.de 

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Die öffentliche Kinderbetreuung wirkt sich laut Studie positiv auf die Arbeitsmarktbeteiligung von Müttern und die Realisierung von Kinderwünschen aus. Die Kosten einer staatlich geförderten Kinderbetreuung finanzieren sich dabei größtenteils selbst.
 
Öffentlich geförderte Kinderbetreuung wirkt sich positiv auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die wirtschaftliche Stabilität von Familien aus. Zum Beispiel haben Mütter, die ihr jüngstes, unter-dreijähriges Kind betreuen lassen, eine um ca. 35 Prozentpunkte höhere Wahrscheinlichkeit, erwerbstätig zu sein. Sie verdienen dadurch ca. 570 Euro brutto im Monat mehr als Mütter, die ihr Kind nicht betreuen lassen (können). Die höhere Erwerbsbeteiligung von Müttern kommt vor allem dadurch zustande, dass sie aus der Nicht-Erwerbstätigkeit in eine Teilzeitbeschäftigung wechseln. Diese positiven Beschäftigungseffekte schlagen sich in erhöhter wirtschaftlicher Stabilität von Familien nieder.
 
Im folgenden ermöglichen Ganztagesschulen oder Horte eine Vertiefung der Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Kindern im Schulalter. Bereits beschäftigte Mütter weiten ihre Wochenarbeitszeit mit einem solchen Betreuungsplatz um durchschnittlich 3,8 Stunden aus, während sich ihr Erwerbsstatus nicht signifikant verändert.
 
Auch auf die Realisierung von Kinderwünschen finden sich signifikante positive Effekte der öffentlich geförderten Kinderbetreuung für unter-dreijährige Kinder. So führt den Berechnungen der Forscher nach ein Ausbau der Betreuungsquoten für unter-dreijährige Kinder um 10 Prozentpunkte zu einem Anstieg der Fertilitätsrate (Anzahl der Geburten pro 1.000 Frauen im gebärfähigen Alter) von etwa 2,4 Prozent im Folgejahr und von etwa 3,5 Prozent zwei Jahre später.
 
Darüber hinaus finanziert sich die öffentlich geförderte Kinderbetreuung größtenteils von selbst. Der Staat nimmt durch die erhöhte Erwerbstätigkeit der Mütter mehr Geld in Form von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ein und kann damit zu einem beträchtlichen Teil die direkten Kosten der Kinderbetreuungssubventionen decken.
 
Das ifo Institut untersuchte im Rahmen der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) in Auftrag gegebenen Gesamtevaluation von  zentralen ehe- und familienbezogenen Leistungen die Auswirkungen der Kinderbetreuung für Familien. Die Forscher untersuchten anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) aus den Jahren 2000-2009 und Daten der Sondererhebung "Familien in Deutschland" (FiD) aus dem Jahr 2010 die Folgen für Familien mit unter-dreijährigen, mit drei- bis sechsjährigen und mit über-sechsjährigen Kindern.
Quelle: ifo Institut

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