ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Ökostromnutzer sind gut ausgebildet und bestens vernetzt

Es besteht Studienergebnissen zu Folge häufig Misstrauen in die Herkunft von Ökostrom (© Rainer Sturm / PIXELIO) 

 Es besteht Studienergebnissen zu Folge häufig Misstrauen in die Herkunft von Ökostrom (© Rainer Sturm / PIXELIO)

Eine große Mehrheit der Deutschen (67 Prozent) hält die Reaktorkatastrophe von Fukushima für eines der prägenden Ereignisse dieses Jahrzehnts, vergleichbar mit den Terroranschlägen auf das World Trade Center. Bei der Hälfte aller Deutschen hat seitdem ein Umdenken eingesetzt: Man beschäftigt sich mehr mit Energie- und Umweltthemen, sagen die Befragten selbst.

Neben den politischen Folgen hat Fukushima auch in der Haltung der Deutschen deutliche Spuren hinterlassen. Immer mehr Bürger denken über ihre eigene Energiewende nach – insgesamt ist das aber noch eine Minderheit. Ein Viertel der Befragten gab an, zurzeit Ökostrom zu beziehen. Von diesen ist ein großer Teil (mehr als ein Drittel) erst im letzten Jahr zu einem Ökostromanbieter oder in einen Ökostromtarif des alten Anbieters gewechselt.

Bei genauerer Betrachtung der vor und nach Fukushima gewechselten Ökostromkunden zeigt sich, dass sich diese kaum voneinander unterscheiden – dafür aber umso mehr vom Bevölkerungsdurchschnitt mit konventionellem Stromtarif. Ökostromnutzer sind nach wie vor deutlich besser gebildet (über 50% Akademiker), verfügen über ein höheres Einkommen und sind älter. Neben diesen bekannten Faktoren zeigt die Studie aber auch: Sie sind generell deutlich innovativer als der Durchschnitt. Hinzu kommt: Ökostromnutzer sehen viel eher den Einzelnen in der Verantwortung für gesellschaftliche Veränderungen – und nicht so sehr den Staat oder die Wirtschaft. Sie sind viel stärker in ihrem Umfeld vernetzt.

Warum aber zögert der Rest der Deutschen beim Wechsel zu Ökostrom? Der Hälfte (47 Prozent) der Bevölkerung fehlt es an ganz praktischen Kenntnissen über den Ablauf eines Vertragswechsels. Besonders junge Menschen unter 30 Jahren wussten nicht, welche Schritte zu unternehmen sind, denn viele fürchten, beim Wechsel womöglich im Dunkeln zu sitzen.

Auch die Anbieter von Ökostrom selbst können mehr tun – zeigt die repräsentative Befragung doch bei 58 Prozent der Bürgerinnen und Bürger ein geringes Vertrauen in die Herkunft von Ökostrom aus regenerativen Quellen. Bei den untersuchten Ökostromkunden hingegen spielten diese Bedenken nur eine sehr geringe Rolle.

Das ergibt zum ersten Jahrestag des Unglücks in Japan eine repräsentative Befragung von über 1.000 Bürgerinnen und Bürgern, die im Auftrag der gemeinnützigen Change Centre Stiftung durch das Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt wurde. Im Vorfeld der Repräsentativbefragung wurde zusätzlich eine umfangreiche Befragung von über 5.500 Ökostromnutzern durchgeführt.
Nähere Informationen YouGov finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email