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Studien


Österreich und die EU

Was sollten die EU-Länder selbst bestimmen und was sollte EU-weit einheitlich geregelt sein? 

 Was sollten die EU-Länder selbst bestimmen und was sollte EU-weit einheitlich geregelt sein?

Die österreichische Bevölkerung schätzt bei vielen Einzelproblemen das Gemeinsame mit den EU-Partnern erheblich höher als das Trennende. Dies gilt in höchstem Maß auch für die Währung. Von der einst großen Trauer um den Schilling ist nur mehr wenig zu spüren.


59% sind dafür, dass es gemeinsame Umweltschutzbestimmungen geben sollte - lediglich zwölf Prozent sind für ein selbstständiges Vorgehen der Mitgliedsländer in Umweltfragen. Bereits an der zweiten Stelle des Konformitätenkatalogs scheint (im Verhältnis von 51:18 Prozent) der Wunsch nach einer gemeinsamen Währung auf. Nur um eine Spur geringer ist die Empfehlung zur Vereinheitlichung des Strafrechts, außerdem der Straßenverkehrsordnung, des Tierschutzes und der Datenschutzbestimmungen.

Eindeutig befürwortet wird von den Österreichern ansonsten eine gemeinsame Außen- und Wirtschaftspolitik, die Vereinheitlichung der Energie- und Rohstoffpreise und des Verbraucherschutzes. Nicht mehr ganz so klar überwiegt das Ja der Bevölkerung zu einer Homogenisierung des Wahlrechts und der demokratischen Systemelemente, der Einwanderungsbestimmungen und der Landesverteidigung.

Unschlüssig ist man sich beim Nutzen eines europaweit gleichen Bildungssystems (Schulen, Bildungsabschlüsse etc.): Rund ein Drittel ist für ein konformes Bildungswesen, eine etwa gleich große Gruppe ist dagegen; das restliche Drittel besitzt dazu keine konkrete Meinung.

In fünf Problemfeldern beziehen die Österreicher sehr eindeutige Abwehrhaltungen gegenüber EU-weiter Gleichheit: Bei den Beiträgen zur Krankenversicherung, dem Mietrecht, insbesondere aber bei der Höhe von Löhnen/Gehältern und Pensionen sowie – in allerstärkster Ausprägung – der Sprache: Lediglich 14 Prozent der Österreicher würden eine europaweite Amtssprache akzeptieren, für 53 Prozent käme eine Abkehr von der Muttersprache nicht in Betracht.

Imas befragte zwischen dem 14. Dezember 2011 und 02. Januar 2012 1002 Personen in Österreich ab 16 Jahren.

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