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Studien


Österreichische Chefs schneiden gut ab

Zufriedenheit mit der beruflichen Situation seit 1979 (Quelle: Imas) 

 Zufriedenheit mit der beruflichen Situation seit 1979 (Quelle: Imas)

Vom Umgang mit den Mitarbeitern ist nicht nur der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens, sondern auch die Bereitschaft von Fachkräften oder Lehrlingen abhängt, dort zu arbeiten bzw. sich ausbilden zu lassen. Die Rekrutierung tüchtiger Mitarbeiter gewinnt angesichts des demografischen Wandels zunehmend an Brisanz und kann sich für viele Betriebe zum Knackpunkt für das wirtschaftliche Überdauern entwickeln. Zur Illustration: Ab 2015 werden in Österreich mehr Menschen ihren beruflichen Weg beenden als beginnen.
 
40% der österreichischen Arbeitsnehmer nennen ihr berufliche Situation sehr gut, weitere 50% eine zumindest einigermaßen zufriedenstellend. Nur jeder zehnte Unselbständige hadert mit seiner Situation, lediglich jeder hundertste ist mit ihr ganz und gar unzufrieden.
Einschätzung des Vorgesetzten (Quelle: Imas) 

 Einschätzung des Vorgesetzten (Quelle: Imas)

 
47% gestehen ihrem unmittelbaren Chef in erster Linie gute Fachkenntnisse zu, 38% verweisen darauf, dass er sich für seine Mitarbeiter einsetzt, 37% halten ihn für gerecht, 35% bescheinigen, dass er klare Anweisungen gibt. Ähnlich vielen gefällt seine Aufgeschlossenheit für die Probleme seiner Untergebenen.

Alle übrigen Vorzüge werden seltener ins Treffen geführt. Dazu zählt u.a. auch die von bescheidenen 33% genannte, sozialpsychologisch jedoch ungemein wichtige Fähigkeit des Lobens. Unbefriedigend gering ist ansonsten die von lediglich einem Fünftel bekundete Überzeugung, dass sich der eigene Vorgesetzte für das berufliche Weiterkommen seiner Mitarbeiter interessiert.

Ungeachtet dieser Erfüllungsdefizite steht fest, dass ausdrückliches Missfallen an den Führungseigenschaften der Vorgesetzten nur von jeweils sehr kleinen Fraktionen der Arbeitnehmer geäußert wird: Nur 17% berichten von hektischem und nervösem Verhalten des Chefs, nur 9% werfen ihm Launenhaftigkeit oder inkonsistente Entscheidungen vor, nur jeweils 8% erklären, er sei überfordert und kenne sich nicht gut aus, oder neige dazu, sich mit fremden Federn zu schmücken. Die Suche nach den Ursachen von Distanzgefühlen zum eigenen Chef muss sich angesichts der Außenseiterrolle der Unzufriedenen unter statistischen Aspekten mit einer richtwertartigen Betrachtung begnügen.

In der Gesamttendenz erleben Erwerbstätige unter 30 Jahren den eigenen Chef positiver als Personen über 50. Insbesondere gilt das für Fachkenntnis, Gerechtigkeit, klare Führung und für die Bereitschaft, die Leistungen der Mitarbeiter anzuerkennen. Parallel dazu hat der Tadel am Vorgesetzten bei den Angehörigen der jungen Generation undeutlichere Konturen als bei Personen, die bereits der Pension entgegenblicken.
 
IMAS-International – Institut für Markt- und Sozialanalysen hat 491 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichischen Arbeitnehmer ab 16 Jahren zu ihrem Arbeitsleben befragt. 
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