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Studien


Online oder doch lieber Face-to-Face Finanzberatung?

© TiM Caspary / pixelio.de 

 © TiM Caspary / pixelio.de

Bankberatern oder Versicherungsvermittlern vertrauen 30% der internetnutzenden Finanzentscheider (eher) voll und ganz – damit sind sie fast gleich auf mit Vergleichsportalen (27%) und Meinungs- und Bewertungsplattformen (26%). Andere Internet-Informationspunkte zu Finanzthemen wie beispielsweise Blogs, soziale Netzwerke, Videofilme/Podcasts oder Werbung genießen dagegen deutlich geringere Vertrauenswerte. Neben Verbraucherorganisationen (48%) genießen weiterhin Bekannte und Verwandte ein besonders hohes Vertrauen (40%) bei Finanzfragen.
 
Dabei suchten in den letzten zwei Jahren die unter 30-jährigen Finanzkunden das Internet sogar weniger als ältere Finanzkunden als Informations- oder auch Abschlusspunkt auf. Den ersten Impuls gab bei einfachen Produkten (beispielsweise Girokonto, Bausparvertrag oder Kfz-Versicherung) oftmals ein Vergleichsportal (11%) oder eine allgemeine Suchmaschine (8%). Bei unter 30-Jährigen liegen diese Werte mit 6% beziehungsweise 3% deutlich unter dem Durchschnitt. Bei ihnen sind Bekannte und Verwandte (19%; insgesamt 11%) oder Berater und Vermittler (17%; insgesamt 14%) überdurchschnittlich häufig ausschlaggebend, nach einfachen Produkten zu suchen.
 
Es ist die Finanzkompetenz der Kunden, die oftmals eine selbständige Suche im Internet nach Anbietern und Angeboten hervorruft. Dementsprechend konnte in zusätzlichen Labortests auch ermittelt werden, dass das Internet zwar als erste Orientierung genutzt wird, jedoch die Vielzahl und Komplexität der Informationen den Durchschnittskunden auch schnell überfordern. In diesen Fällen diente eine eher kurze Internetsuche häufig zur Vorbereitung eines persönlichen Beratungsgesprächs. Auch der Rückgriff auf Bekannte und Verwandte spielt in der Kombination mit einer Internet-Recherche eine große Rolle. Damit wird deutlich, dass das Internet und das entsprechende Informationsangebot über Finanz- und Versicherungsprodukte kein finales Vertrauen für einen Abschluss aufbaut. Eine endgültige Absicherung erfolgt häufig über eine persönliche Beratung oder Empfehlungen von Vertrauten aus dem persönlichen Umfeld.
 
Die Studie „Prime-Time Internet“ des Marktforschungsinstituts YouGov untersuchte den Einfluss des Internets auf das Entscheidungsverhalten bei Finanzprodukt- und Versicherungsabschlüssen anhand von 40 psychologischen Labortests und einer internetrepräsentativen Befragung unter 1.038 Finanzentscheidern. 
Nähere Informationen zu YouGov finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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