ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Oper eher selten

Was die Deutschen in ihrer Freizeit machen, fragt einmal im Jahr die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. Fernsehen bleibt die häufigste Freizeitaktivität, gefolgt von Radio hören und Telefonieren. Die Freizeitwünsche der Deutschen: Spontanität, Erholung und Geselligkeit.

Foto Hiero / Pixelio 

 Foto Hiero / Pixelio

„Die Dominanz der Medien setzt sich fort“ erkennt Prof. Dr. Ulrich Reinhardt, Wissenschaftlicher Leiter der BAT-Stiftung. „Ergänzt werden diese von regenerativen Tätigkeiten und sozialen Aktivitäten, die jedoch zunehmend den Anschluss an die Spitzenplätze verlieren“, fasst er die Ergebnisse zusammen. 97 Prozent der befragten schaut regelmäßig (mindestens einmal pro Woche) fernsehen. 90 Prozent hören Radio und 89 telefonieren von zu Hause.

1981 als die Freizeitstudie das erste Mal durchgeführt wurde, gaben 67 Prozent der Bevölkerung an, die drei Programme der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten zu schauen. Mit diesem Ergebnis landete der Fernsehkonsum im Ranking der häufigsten Freizeitaktivitäten auf dem vierten Platz. Die Plätze eins, zwei und drei belegten Zeitunglesen, Handarbeiten und Gartenarbeit.

Im Internet sind 73 Prozent der Deutschen regelmäßig. In nur fünf Jahren erhöhte sich die Zahl der Internetnutzer damit deutlich um 25 Prozentpunkte. In der jungen Generation (bis 24 Jahre) sind es 99 Prozent. Eine Vollversorgung ist somit quasi erreicht. Aber auch 86 Prozent der mittleren Generation (25-49 Jahre) können und wollen auf das Internet nicht verzichten. Und sogar mehr als sieben von zehn Jungsenioren (50-64 Jahre) sind mittlerweile regelmäßig online.

Unter den Ruheständlern (über 65 Jahren) ist immerhin noch ein Drittel (35 Prozent) regelmäßig online. Aber auch in dieser Altersstufe steigt die Zahl der Nutzer unaufhaltsam: Innerhalb von fünf Jahren hat sie sich mehr als verdoppelt (14% zu 35%).

Einen ähnlichen Zuwachs, allerdings auf niedrigerem Niveau, konnte das Musikhören verzeichnen. Musikstreaming-Dienste und kostenlose Internetradiosender, die über das Smartphone an jedem Ort zu empfangen sind, werden von jedem Zweiten (54 Prozent) genutzt. Vor fünf Jahren waren es nur 15 Prozent.

Häufiger als noch vor fünf Jahren nutzen die Bundesbürger ihre Freizeit, um sich oder den Garten zu pflegen – wobei ersteres vornehmlich von Frauen ausgeübt wird.

Im Jahresvergleich nehmen sich die Bundesbürger hingegen seltener Zeit, um sich mit Freunden daheim zu treffen. Dafür pflegen sie gegenwärtig jedoch öfter den sozialen Kontakt über Social Media Kanäle.
Auch wird nicht mehr so oft mit den Kindern gespielt, was mit einer geringeren Geburtenanzahl und dem Abitur in zwölf Jahren erklärt werden kann.

Darüber hinaus findet auch der klassische Einkaufsbummel seltener statt. Das Online-Shopping ersetzt zunehmend den Streifzug durch die Geschäfte der Innenstadt. Und nahmen sich vor fünf Jahren noch fast zwei Drittel die Zeit – allein oder gemeinsam – eine Tasse Kaffee zu trinken, gönnt sich heute nur noch eine knappe Mehrheit diesen Luxus.

Das Freizeitverhalten der Bundesbürger unterscheidet sich in zahlreichen Bereichen voneinander. Ob zwischen den Geschlechtern, der Bevölkerung in Ost- oder Westdeutschland, Jung oder Alt – überall sind zum Teil große Differenzen nachweisbar.

Hochkulturelle Aktivitäten wie Museum oder Oper, Ehrenamt und Vereine müssen sich Zukunftssorgen machen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung gibt an, ihnen nie nachzugehen.
Die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hat für den Freizeit-Monitor 2015 über 2.000 Personen ab 14 Jahren repräsentativ in persönlichen Interviews zu ihrem Freizeitverhalten befragt. (pua)

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email