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Studien


Patienten sind die großen Verlierer

© Rainer Sturm / PIXiELIO 

 © Rainer Sturm / PIXiELIO

Die Hausärzte sehen die Lage im deutschen Gesundheitswesen kritisch, aber besser als im Vorjahr: Für 43 Prozen ist die Qualität der medizinischen Versorgung gut bis sehr gut (2008: 31 Prozent). Allerdings sehen 86 Prozent der Ärzte die Patienten als die Verlierer der Gesundheitsreform.


Hinzu kommt eine etwas positivere Sicht auf die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Arbeitsbedingungen als Arzt und die Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens werden von den Hausärzten dagegen nach wie vor als schlecht bis sehr schlecht beurteilt. Noch skeptischer schätzen die Ärzte die künftige Entwicklung ein. Sie gehen davon aus, dass sich die Lage verschlechtern wird. Insgesamt 20 Prozent schätzen die wirtschaftliche Lage ihrer eigenen Praxis als gut bis sehr gut ein (Vorjahr: 15 Prozent). Nur noch 11 Prozent beurteilen die Lage ihrer Praxis als eher schlecht bis sehr schlecht (2008: 33 Prozent).

Die Hausärzte erleben eine hohe Unzufriedenheit der Patienten mit dem deutschen Gesundheitssystem sowie mit den Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung. Insgesamt 47 beziehungsweise 46 Prozent äußern sich diesbezüglich als eher unzufrieden bis sehr unzufrieden. Viele Patienten sind der Ansicht, ihr Arzt nehme sich grundsätzlich zu wenig Zeit für sie. Insgesamt 48 Prozent der Ärzte äußern sich entsprechend. Dies korrespondiert auch mit der Klage der Ärzte, die Gesundheitsreform habe für noch mehr bürokratischen Aufwand gesorgt und lasse ihnen noch weniger Zeit für die Behandlung ihrer Patienten.

Danach befragt, wer aus Sicht der Ärzte die Gewinner der Gesundheitsreform sind, nennen 77 Prozent die gesetzlichen Krankenkassen, 53 Prozent die Pharmaunternehmen und 50 Prozent die privaten Krankenversicherer. Als die großen Verlierer sehen 79 Prozent der Befragten die Allgemeinmediziner und sogar 86 Prozent die Patienten.
 
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie GfK Ärzteklima-Index und basieren auf einer jährlichen Onlinebefragung von insgesamt über 3.600 Allgemeinmedizinern, praktischen Ärzten und Internisten in Deutschland.
Quelle: GfK

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