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Studien


Pseudonymer Online-Austausch über Finanzthemen bevorzugt

© Rike / pixelio.de 

 © Rike / pixelio.de

Der Austausch über Finanzdienstleistungen ist im sozialen Web angekommen, wobei Nutzer den pseudonymen Austausch in Foren deutlich präferieren: 87% und damit die eindeutige Mehrheit der inhaltlich relevanten Nutzer-Beiträge stammen aus dem Bereich Foren.


Diese Diskussionen beschränken sich nicht nur auf explizite Finanzforen. Auch in Foren, die sich nicht primär Finanzthemen widmen, werden bankbezogene Fragestellungen diskutiert, z.B. in Automobil-Foren (motor-talk.de). Weniger bedeutend sind die übrigen Kanäle im Social Web. Auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter werden Finanzthemen nur selten (7%) angesprochen und in weiterführenden Diskussionen erörtert.

Die hauptsächlichen Fragekategorien der Online-Diskutanten beziehen sich auf individuelle Entscheidungen (37%), Probleme bei Bankgeschäften (36%) und Chancen im Zusammenhang mit Finanzthemen (27%), z.B. hinsichtlich einer Kreditaufnahme. Während sich die artikulierten Fragen auf sozialen Netzwerken überwiegend auf aktuelle Probleme der Nutzer im Finanzkontext beziehen, werden in Foren häufiger individuelle Entscheidungen und Chancen thematisiert. Banken treten nur selten als Diskussionsteilnehmer auf. Durchschnittlich 10 – 15 Antworten spiegeln die Macht der Schwarmintelligenz in Online-Foren wider. Ein holistisches Antwortspektrum wird dadurch gesichert.

Online-Nutzer scheuen sich nicht davor, auch finanzielle Fragen im Zusammenhang mit dem Thema Hausbank in sozialen Medien zu erörtern. Der Austausch zu diesen mitunter sehr privaten Diskussionsthemen ist im Social Web selbstverständlich. Attraktive Konditionen und eine stichhaltige Beratung sind die zentralen Aspekte, die zusammen mit dem Begriff Hausbank hervorgehoben werden. In 37% der identifizierten Nutzer-Beiträge werden Hausbanken mit Konditionen assoziiert. Das Thema Beratung wird in 35% des Beitragsaufkommens mit Hausbanken in Verbindung gebracht. Auf die räumliche Nähe und den persönlichen Kontakt zu einem Kundenberater wird dagegen nur in 4% bzw. 2% der entsprechenden Beiträge verwiesen.

27% der Beiträge beschäftigen sich mit dem Thema Baufinanzierung/Immobilien. Nur über Kredite wird sich häufiger in sozialen Medien ausgetauscht. Das Beitragsvolumen beläuft sich dabei auf 28%.

Als Methodik wurden verschiedene Verfahren der Social-Big-Data-Analyse genutzt, um die inhaltlich relevanten Nutzerbeiträge in sozialen Medien im Zeitraum September 2013 bis September 2014 zu identifizieren. Analysegrundlage bildet das Beitragsaufkommen in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken. Im ersten Schritt wurden durch eigene Werkzeuge und redaktionelle Nachbearbeitung die thematisch relevanten Beiträge im frei zugänglichen Social Web identifiziert. Nach einer mehrstufigen Datenbereinigung durch automatisierte Verfahren und eine weitere Qualitätskontrolle durch erfahrene Analysten, wurden insgesamt 6.608 Nutzerbeiträge als inhaltlich relevant eingestuft. Anschließend wurden nach einer weiteren Datenauswertung diejenigen Beiträge herausgefiltert, die sich dem Thema Hausbank aus Nutzersicht widmen. Als Ergebnis dieser weiterführenden Filterung wurde eine Datenbasis von 905 Beiträgen identifiziert. Abschließend wurde durch die Kombination von quantitativen und qualitativen Methoden die Nutzerdiskussion in sozialen Medien im Detail ausgewertet. Zur weiterführenden inhaltlichen Themenerschließung wurde das computerlinguistische Tool GALAXY genutzt.
Quelle: complexium

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