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Studien


Schule 2011

Lehrer: ein schwerer Beruch - warum? 

 Lehrer: ein schwerer Beruch - warum?

Lehrer haben es schwer – das meinen über 70% der Bevölkerung. Denn sie müssen oft Erziehungsfehler aus dem Elternhaus ausbügeln (63%) und werden von den Eltern hart kritisiert (47%).

Im Vordergrund der erwarteten Schulbildung stehen für 86% der Befragten Rechtschreibung und Grammatik und eine gute Allgemeinbildung (79%). Weiterhin sollten Schulen Werte wie Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft (jeweils 66%) sowie Leistungsbereitschaft (65%) vermitteln. Eine überwiegende Mehrheit der Lehrer in Deutschland teilt diese Ansicht: So sind 87% der Meinung, dass die Vermittlung von Werten zu ihrer Aufgabe gehört. Die praktische Umsetzung beurteilen viele Lehrer allerdings skeptisch. Lediglich 37% geben an, dass ihnen die Vermittlung von Werten in der Regel gelingt, bei Lehrern an Hauptschulen sind es sogar nur 17%.
 
48% der Lehrkräfte sind der Meinung, dass sie nur wenig bis keinen Einfluss auf die Schüler haben. Einen sehr großen Einfluss dagegen haben nach Einschätzung der Lehrer die Medien (69%), der Freundeskreis (68%) und mit deutlichem Abstand die Eltern (31%). Lediglich 8% der Lehrer sagen von sich selbst, dass sie sehr großen Einfluss haben.
 
Neben einer starken Prägung durch die Medien (90%), beklagen drei Viertel der befragten Lehrer bei ihren Schülern vor allem Konzentrationsprobleme sowie eine zu materialistische Einstellung (71%). 69% der Lehrkräfte sind dafür, bei der Erziehung mehr Wert auf Disziplin und Durchhaltevermögen zu legen.
 
Die Lehrer in Deutschland sprechen sich ebenso wie die Bevölkerung in der Mehrheit für die Einführung von bundesweit einheitlichen Abschlussprüfungen aus. 72% der Lehrer und 78% in der allgemeinen Bevölkerung sind für ein bundesweites Zentralabitur. Dabei liegen die Befürwortungsquoten der Bundesbürger zwischen 68% in Berlin und 96% in Thüringen. Ebenfalls eine breite Zustimmung findet in Deutschland das Konzept der Ganztagsschule: 61% der Bundesbürger stehen diesem Schultyp positiv gegenüber, nur knapp jeder Fünfte (19%) ist dagegen. Vor allem eine Entlastung für berufstätige Eltern (80%), aber auch eine bessere Förderung der Kinder (59%) werden unter anderem als Vorteile von Ganztagsschulen genannt.
 
Das Elternbild der Lehrer 

 Das Elternbild der Lehrer

Bei der Frage, welche Erfahrungen Lehrer schon öfter mit Eltern gemacht haben, steht für 78% das Thema Überforderung bei der Erziehung ganz oben. Ebenfalls achten Eltern nach Ansicht von 78% der Lehrer zu wenig darauf, wie ihre Kinder die Freizeit verbringen. Knapp drei Viertel (72%) der befragten Lehrer beobachten, dass Eltern oftmals zu wenig Zeit für ihre Kinder haben. Dabei zeigt sich, dass Interesse und Engagement je nach Schulgattung sehr unterschiedlich bewertet werden: Rund drei Viertel (74%) der Hauptschullehrer, aber nur 28% der Gymnasiallehrer geben an, dass sich Eltern zu wenig für die schulischen Leistungen ihrer Kinder interessieren.
 
Soweit ein Auszug aus der aktuellen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland zur diesjährigen Ausschreibung des Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ“ Befragt wurden 2.227 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger sowie 536 Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland.

Nähere Informationen zum 
Institut für Demoskopie Allensbach finden Sie auch online im p&a Handbuch der Marktforschung.
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