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Studien


Sinkendes Engagement bei der Ruhestandsplanung

 Große Frustration: In welchen Bundesländern die meisten Erwerbstätigen heute am Sinn privater Altersvorsorge zweifeln (Quelle: AXA Deutschland-Report 2015) 

  Große Frustration: In welchen Bundesländern die meisten Erwerbstätigen heute am Sinn privater Altersvorsorge zweifeln (Quelle: AXA Deutschland-Report 2015)

Jeder dritte im Ruhestand lebende Deutsche gibt ausdrücklich zu, dass er sich rückblickend zu stark auf die gesetzliche Rente bei der Planung verlassen hat. Gleichzeitig zeigt der AXA Deutschland-Report zu Ruhestandsplanung und -management, dass sich jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland fragt, ob private Altersvorsorge überhaupt noch sinnvoll ist.
 
39 Prozent erwarten als Rentner oder Pensionär eine verschlechterte Lebensqualität – allerdings berichten 76 Prozent der aktuellen Rentner über eine gleiche oder sogar verbesserte Lebensqualität als zuvor im Beruf.
 
Insgesamt zeigt sich in Deutschland ein stark sinkendes Engagement bei der Ruhestandsplanung. Sechs von zehn Erwerbstätigen haben damit begonnen (60 Prozent). Vor zehn Jahren hingegen waren die noch 82 Prozent. Und offensichtlich ist dieses Versäumnis den Befragten auch bewusst: So halten die Erwerbstätigen bundesweit im Durchschnitt 60 Prozent mehr an monatlicher Vorsorgeleistung zur privaten Altersvorsorge für nötig (412 Euro), als sie selbst tatsächlich aufbringen (257 Euro).
 
Und die anhaltende Niedrigzinsphase hilft mit: 59 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland schließen wegen der niedrigen Zinsen keine neuen Vorsorgeverträge mehr ab. Und jeder fünfte von ihnen hat wegen der Niedrigzinsen auch schon bestehende Vorsorgeverträge gekündigt.
 
Immobilien beruhigen (Quelle: AXA Deutschland-Report 2015) 

 Immobilien beruhigen (Quelle: AXA Deutschland-Report 2015)

Bundesweit die wenigsten Sorgen um ihre finanzielle Situation im Ruhestand machen sich Berufstätige im Saarland und in Baden-Württemberg. Nirgends sonst gehen so viele davon aus, dass das Renteneinkommen im Alter ausreichend sein wird. Interessant ist dabei, auf welche Vorsorgeformen hierzu gesetzt wird. So bauen in keinem anderen Bundesland so viele Erwerbstätige auf ein selbstgenutztes Eigenheim wie an der Saar (68 Prozent) und in Baden-Württemberg (67 Prozent), wo zudem fast jeder vierte Erwerbstätige auch auf den Besitz einer vermieteten Immobilie zur Vorsorge setzt. Befragte ohne Immobilienbesitz befürchten im Bundesschnitt annähernd doppelt so häufig ein nicht ausreichendes Einkommen im Alter wie Immobilienbesitzer (56 zu 32 Prozent). Zudem geben 41 Prozent derjenigen ohne Immobilienbesitz an, sich zu stark auf die gesetzliche Rente bei der Ruhestandsplanung verlassen zu haben – unter Immobilieneigentümern sind dies nur 27 Prozent.
 
Im Auftrag des AXA Konzerns wurden von der YouGov Deutschland AG in 3.243 Telefoninterviews (CATI) in allen 16 Bundesländern Erwerbstätige und im Ruhestand befindliche Personen befragt. Die Ergebnisse wurden zudem bevölkerungsrepräsentativ gesamtgewichtet, um auch bundesweite Aussagen ableiten zu können. Die Befragung wurde in den Monaten März und April 2015 durchgeführt.
Nähere Informationen zu YouGov finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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