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Studien


Social TV - Diskussionen & Lästereien

Social Plattformen und ihre Reichweiten (Quelle: Goldmedia) 

 Social Plattformen und ihre Reichweiten (Quelle: Goldmedia)

Social TV findet in Deutschland vor allem über Facebook, den Kurznachrichtendienst Twitter und über eine Reihe spezieller OTT-Services (Over-the-Top oder Social TV Apps) wie Couchfunk, Zapitanp oder Tweek statt. In der realen Nutzung unterscheiden sich die verschiedenen Social TV-Plattformen auffällig. Während Facebook und Twitter sowohl für Aktionen zum laufenden TV-Programm als auch für die Kommunikation davor und danach genutzt wird, ist die Nutzung der verschiedenen OTT-Angebote vor allem sendungsbegleitend.

Laut Social TV Monitor 2012 gibt es fünf Hauptmotive, warum man sich auf dem sogenannten Second Screen mit TV-Inhalten beschäftigt. Zum einen ist es der allgemeine Wunsch nach Aufmerksamkeit. Zum zweiten lässt sich mit entsprechenden Kommentaren und Vergleichen das eigene Selbstwertgefühl steigern (Theorie des sozialen Abwärtsvergleichs). Ferner wollen die Nutzer auch ergänzende Informationen finden, Gesehenes analysieren und mit anderen diskutieren. Der vierte Grund ist der Wunsch, TV-Inhalte direkt zu beeinflussen. Und schließlich gibt es die Neugier, etwas Kurioses zu lesen, an „Klatsch und Tratsch“ teilzuhaben. 

Facebook ist derzeit wichtigste Social TV-Plattform: Facebook ist für TV-Sender vor allem aus zwei Gründen attraktiv – zum einen als Marketingkanal: „Germany‘s Next Topmodel“ (ProSieben) zeigt besonders gut, wie man Fans auch zwischen den Staffeln zu einer hohen Aktivität motivieren kann. Zum anderen bietet Facebook die Möglichkeit der horizontalen Showverlängerung: Die Charaktere der Sendung schlüpfen in die Rolle von Freunden und posten direkt Nachrichten an ihre Fans. „Berlin – Tag & Nacht“ erreichte dadurch im Schnitt ca. 25.000 neue Fans pro Woche (Q3 2012).

Auch Twitter verfügt nicht über spezielle Social TV-Features, trotzdem wird eifrig über TV-bezogene Inhalte getwittert. Laut Social TV Monitor und entgegen der üblichen Meinung fallen allerdings lediglich 13 Prozent der TV-bezogenen Tweets live zur Sendung an, 87 Prozent der Tweets liegen außerhalb der Sendezeit. 

Eine Stichwochenanalyse von zehn ausgewählten Sendungen zeigt, dass es vor allem zwei Typen von TV-Twitterern gibt. Die größte Gruppe (60 Prozent der Tweets) bildet der Informationstyp, für den ein eher passives Verhalten und das re-tweeten von Inhalten aus Nachrichtensendungen charakteristisch ist. Daneben gibt es den Entertainment-Typ, der deutlich aktiver ist, der kommentiert, bewertet und Empfehlungen an Akteure und Sender ausspricht. Negative Bewertungen sind dabei dreimal häufiger als positive.

Das zeigt die aktuelle Quartalsauswertung (Q3 2012) des Social TV Monitors von Goldmedia. Der Goldmedia Social TV Monitor analysiert seit Juni 2012 wochenaktuell, wie sich die Nutzung von TV und Social Media in der deutschen Fernsehlandschaft entwickelt. 

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