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Studien


Sparen ist gefragt!

© Gerd Altmann / PIXELIO 

 © Gerd Altmann / PIXELIO

Ausgabenkürzungen des Staates sind für 66% der Deutschen angesichts des weltweiten Schuldenproblems unumgänglich. Jeder Dritte (34%) befürchtet hingegen, dass Sparmaßnahmen den Konjunkturmotor abwürgen und der Wirtschaft daher eher schaden könnten.
 
43% der Deutschen ist es lieber, wenn die Regierung die Ausgabenschraube anzieht, statt Steuern zu erhöhen. Weitere 41% sind für eine Kombination beider Maßnahmen, wobei Einsparungen aber ein größeres Gewicht haben sollten. Grundsätzlich scheint den Bürgern klar zu sein, dass der Krise ohne Maßnahmen auf der Ausgaben (Sparen) und/oder der Einnahmenseite (Steuern) nicht beizukommen ist.
 
Die Bundesbürger liegen damit auf einer Linie zu den Aussagen der in den anderen europäischen Ländern Befragten. Durchschnittlich sind 42% fürs Sparen, 37% hauptsächlich fürs Sparen. Lediglich 6% favorisieren ausschließlich steuerliche Maßnahmen. Auch in den USA ist die Bereitschaft, Steuererhöhungen zur Reduzierung des eigenen immensen Staatsdefizits zu akzeptieren, kaum wesentlich höher. Auch dort plädiert die Mehrheit (41%) fürs Sparen und 34% für einen Maßnahmenmix mit Schwerpunkt Ausgabenkürzung.
 
Interessant auch ein Blick auf die beiden Sorgenkinder der Europäischen Union - Italien und Spanien. Auch hier sind 42 beziehungsweise 48% eher für staatliche Sparmaßnahmen als für ein Anziehen der Steuerschraube. Am größten ist mit 12% noch die Bereitschaft der Briten, notfalls mehr Steuern zu zahlen – allerdings möchten auch hier 27% lieber eine Kombination aus beiden Maßnahmen, ebenfalls 27% sind bereit, auf Leistungen des Staates zur Verringerung des Haushaltsdefizits zu verzichten.
 
Drei von vier Deutschen (74%) meinen, für sie und ihre Familien seien die Auswirkungen von Sparbemühungen der Regierung bereits spürbar, 12% von ihnen sehen sogar deutliche Auswirkungen. Etwa jeder Vierte (26%) gibt an, von klammen Haushaltskassen persönlich (zumindest noch) nichts zu spüren. 82% der Deutschen sind dafür, Besserverdienende steuerlich stärker zur Schuldenbekämpfung heranzuziehen als Geringverdiener. Lediglich 14% sind gegen diese Maßnahme. Wenn es sein muss, würden die meisten Deutschen (57%) am liebsten bei der Verteidigung sparen, auf Platz zwei der Kürzungsliste steht demnach die Entwicklungshilfe (51%).
 

Die Umfrage im Auftrag der Financial Times wurde online von Harris Interactive durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 6.242 Erwachsene in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und USA zwischen dem 21. und 28. Juni 2011.
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