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Studien


Spaß am Spiel ohne DFB

©  René Albarus  / pixelio.de    

 © René Albarus / pixelio.de

Fußballspielen ohne DFB ist in einer sogenannten „Wilden Liga“ möglich - wie etwa die 1976 gegründete Wilde Liga Bielefeld, eine vom DFB unabhängige Freizeitfußballliga mit derzeit 36 Teams. Einige der Hauptmerkmale dieser Liga, die sie vom DFB Spielbetrieb unterscheidet, sind: Sie ist in allen Belangen selbstbestimmt und basisdemokratisch organisiert und der Freizeitgedanke löst den Leistungsgedanken ab.

Hauptmotive für das Engagement in der Wilden Liga ist sowohl die Ablehnung der Praxis in den DFB-Vereinen als auch eine deutliche Spaß-Orientierung. Dabei kennt der Großteil der Spielerinnen und Spieler den DFB nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis. 71 Prozent waren zuvor in einem DFB Verein aktiv. Entscheidende Gründe für den Wechsel zur Wilden Liga sind vor allem die zu starren und intensiven zeitlichen Anforderungen in den DFB Vereinen (72 Prozent nannten diesen Aspekt) und die dort herrschende zu hierarchische Ordnung (57 Prozent).

Der Spaß am Spiel, der für 82 Prozent der Befragten (eher) im Vordergrund steht als die Erfolgsorientierung, ist für sie offensichtlich in der Wilden Liga besser zu finden. Dennoch spielt der Wettkampfcharakter auch hier eine wichtige Rolle. Nur für 16 Prozent ist der Erfolgsfaktor unwichtig. Die Zufriedenheit mit verschiedenen Aspekten der Liga wie der Mitbestimmung im Team (94 Prozent), Mitbestimmung die Organisation der Liga betreffend (93 Prozent) oder der Nachrangigkeit des Leistungsprinzips (85 Prozent) wurden mit (sehr) zufrieden beantwortet. 22 Prozent bemängeln allerdings den zum Teil fehlenden sportlichen Umgang miteinander, von dem jedoch eine funktionierende Spielpraxis abhängt, wenn ohne Schiedsrichter und mit verhandelbaren Regeln gespielt wird. Entsprechend zeigt sich eine recht hohe Unzufriedenheit mit dem verhandelbaren Regelwerk (29 Prozent) und dem fehlenden Schiedsrichter (33 Prozent). Allerdings ist für 55 Prozent der Wilden Liga Spielerinnen und Spielern das Spiel ohne Schiedsrichter gar nicht so wichtig.

Für ihre FAMS-Abschlussstudie „Wie tickt die Wilde Liga“ befragten Martin Kurth und Christian Treffert (rc - research & consulting GmbH), Laura Arndt (GfK SirValUse) und Jonas Meixner (Ipsos GmbH), von der beruflichen Medienschule Hamburg-Wandsbek in einer Online-Studie 131 der ca. 450 Spielerinnen und Spieler der Wilden Liga Bielefeld.
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