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Studien


TV ist (noch) der erste Überbringer wichtiger Nachrichten

Große Unterschiede nach Alter: für unter 30-Jährige Internet erstes Informationsmedium, bei Älteren dominiert Fernsehen  (Quelle: mindline research) 

 Große Unterschiede nach Alter: für unter 30-Jährige Internet erstes Informationsmedium, bei Älteren dominiert Fernsehen (Quelle: mindline research)

Wenn etwas Wichtiges auf der Welt passiert, wird zuerst das Fernsehen eingeschaltet. Diese Feststellung trifft 2013 auf jeden dritte Deutschen zu (33 Prozent). Damit hat sich die Bedeutung des Mediums seit 2008 (35 Prozent) kaum verändert. Dennoch zeigen sich klare Unterschiede im Zeitvergleich: Mehr als ein Fünftel der Deutschen (22 Prozent) informiert sich 2013 zuerst im Internet – damit kommt dem Medium im Fünf-Jahres-Vergleich eine erkennbar größere Bedeutung zu (2008: 15 Prozent) zu.

Radio und Tageszeitung bleiben für einen Teil der Bevölkerung relevante Erstinformationsmedien, allerdings mit sinkender Relevanz (Radio: 20 Prozent nach 26 Prozent 2008 / Tageszeitung 11 Prozent nach 16 Prozent 2008). Interessant ist, dass mittlerweile 6 Prozent der Befragten angeben, sich zuerst mobil zu informieren (per Handy, Smartphone oder Tablet) – 2008 war dieser Informationsweg noch ohne Bedeutung.

Klare Unterschiede zeigen sich zwischen den Altersgruppen: Bei den unter 30-Jährigen ist das Internet mit Abstand das wichtigste Medium (49 Prozent), auch das mobile Internet ist hier mittlerweile wichtiger als das Fernsehen (16 Prozent bzw. 12 Prozent). Die 30- bis 49-Jährigen sind in ihrer Zuwendung am flexibelsten: Fernsehen, Internet und Radio sind ähnlich wichtig (27 Prozent vor 25 Prozent und 24 Prozent). In der Gruppe der 50+ Jährigen dominiert das Fernsehen so deutlich wie bei den Jungen das Internet: 46 Prozent wenden sich zuerst einem TV-Sender zu – sogar mehr als noch 2008 (41 Prozent).

ARD gewinnt in beiden Gruppen hinzu; ZDF und n-tv verlieren altersübergreifend (Quelle: mindline media) 

 ARD gewinnt in beiden Gruppen hinzu; ZDF und n-tv verlieren altersübergreifend (Quelle: mindline media)

Dieser Fernsehsender ist in aller Regel das erste Programm der ARD, das mit 52 Prozent von der Mehrheit der Befragten gewählt wird – gefolgt von ZDF (25 Prozent) und RTL (13 Prozent). Damit kann die ARD ihren Vorsprung gegenüber den anderen Sendern im Vergleich zu 2008 sogar nochmals klar ausbauen – vor fünf Jahren wählten „nur“ 44 Prozent der Befragten die ARD, 30 Prozent ZDF und 17 Prozent RTL.

Unter den Internetangeboten dominiert Google: 41 Prozent derjenigen, die sich im Internet (stationär oder mobil) zuerst informieren, wählen Google als erste Anlaufstation. Die nächstwichtigen Angebote sind Spiegel Online (15 Prozent) und Bild.de (10 Prozent). Insgesamt greift ein knappes Drittel der Befragten (30 Prozent) auf Marken mit Print-Ursprung zurück und ca. jeder Fünfte (19 Prozent) auf Marken mit TV-Ursprung wie z.B. N24.de, n-tv.de, tagesschau.de oder heute.de. Mit Facebook (9 Prozent) sind aber auch Social Networks als Informationsquelle vertreten.

Für die „Breaking News“-Studie des Medienforschungsinstituts mindline media wurden im September 2013 und November 2008 im Rahmen der regelmäßigen bevölkerungsrepräsentativen Befragung „mindline media REPORT“ jeweils über 1.000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahre telefonisch befragt.
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