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Studien


Tante-Emma-Läden wieder auf dem Vormarsch

Tante-Emma-Läden sind beliebt! (© Rainer Sturm / PIXELIO) 

 Tante-Emma-Läden sind beliebt! (© Rainer Sturm / PIXELIO)

Verbraucher finden kleine Tante-Emma-Läden gut: Fast jedem (94 Prozent) gefällt es einer Marktforschungsstudie zu Folge, dass in dörflichen Gegenden und in machen Stadtteilen Tante-Emma-Läden neu entstehen. Knapp die Hälfte der Verbraucher (44 Prozent) kann sich vorstellen, sich finanziell an der Gründung von Tante-Emma-Läden zu beteiligen, wenn sie in einer strukturschwachen Gegend wohnen würden.

Wer beim Großeinkauf etwas vergessen hat, greift gerne auf den Tante-Emma-Laden zurück. Gut die Hälfte (52 Prozent) der Verbraucher nutzt diese Möglichkeit. Dennoch gibt es auch Kunden, die bewusst das eine oder andere im Tante-Emma-Laden kaufen (41 Prozent), weil sie diese Läden unterstützen möchten. 39 Prozent nutzen den Tante-Emma-Laden wegen der kurzen Wege dorthin. Nur Wenige (6 Prozent) geben an, wegen der schlechten Verkehrsanbindung zum nächsten Supermarkt oder Discounter im Tante Emma-Laden einzukaufen. Der Aspekt der menschlichen Begegnung „Weil ich dort Menschen treffe, die ich kenne“ (15 Prozent) spielt eine untergeordnete Rolle. Vor allem die 30-49 Jährigen (49 Prozent) glauben an die Zukunftsfähigkeit von Tante-Emma-Läden.

Viele Gründe für den Kauf im Tante-Emma-Laden (Quelle: Dialego) 

 Viele Gründe für den Kauf im Tante-Emma-Laden (Quelle: Dialego)

Befragt man die Verbraucher, die nicht im Tante Emma Laden einzukaufen, warum sie dies nicht tun, sagen weit mehr als ein Drittel (39 Prozent), sie würden gerne dort einkaufen, allerdings gäbe es keinen Tante-Emma-Laden in ihrer Nähe. Etwa ein Drittel (35 Prozent) gibt an, es gäbe genug Supermärkte und Discounter in der Nähe, damit erübrigt sich der Einkauf im Tante-Emma-Laden. Gründe wie zu hohe Preise (12 Prozent) oder Zweifel an der Frische der Nahrungsmittel (3 Prozent) spielen kaum eine Rolle. Auch das fehlende Einkaufserlebnis wird nur von 3 Prozent genannt.

Schaut man in den Einkaufskorb, mit dem die Verbraucher den Tante Emma-Laden verlassen, stellt man fest, dass sich darin vor allem frische Produkte wie Backwaren (44 Prozent) auf Rang 1, Obst und/oder Gemüse (34 Prozent) auf Rang 3 und Milchprodukte (31 Prozent) auf Rang 4 befinden. Rang 2 belegen Süßigkeiten (38 Prozent), wobei hier wahrscheinlich gerne die Gelegenheit genutzt wird, gute Vorsätze kurzfristig über den Haufen zu werfen. Im Mittelfeld finden sich Produkte wie Zigaretten, Getränke (alkoholische und nicht alkoholische), Trockenwaren ( Mehl, Zucker, Salz etc.), Kaffee und Gewürze. Am Ende der Skala mit unter 10 Prozent stehen Tiefkühlprodukte, Fertiggerichte, Fixprodukte, Cerealien und Putzmittel – alles Artikel, bei denen die meisten Tante-Emma-Läden allein aus Platzgründen sicher keine große Auswahl anbieten können. Unter 10 Prozent liegen auch Fleisch (8 Prozent) und Fisch (2 Prozent), sicher auch aus dem eben genannten Grund.

Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung des Markforschungsinstituts Dialego in Deutschland mit insgesamt 1.000 Interviews. Die Befragungsteilnehmer wurden aus dem Dialego Access Panel unter Berücksichtigung der Merkmale Alter und Geschlecht selektiert. Die Stichprobe wurde quotiert nach den Variablen Alter und Geschlecht gemäß der Verteilung in der deutschen Bevölkerung (Mikrozensus). Der Erhebungszeitraum war vom 15. bis 22.8.2011.
Quelle: Dialego

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