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Studien


Trend zu Bildschirmmedien

© magicpen / PIXELIO 

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Fast neun Stunden täglich beschäftigen sich die 14- bis 49-Jährigen durchschnittlich mit Fernsehen, Internet, Radio und Co. Tatsache ist, dass sich die Medien immer mehr zu einem ständigen Begleiter im Alltag entwickeln. 
 
Generell zeichnet sich ein klarer Trend zu Bildschirmmedien ab: TV, Internet sowie PC- und Konsolenspiele haben ihren Anteil am Mediennutzungsbudget in den letzten acht Jahren deutlich gesteigert - in Summe um 45 Minuten. Print hingegen stagniert und Radio verliert deutlich. Fernsehen ist das einzige klassische Medium, das sein Nutzungsbudget ausbauen konnte. Mit fast 3,5 Stunden liegt es in der täglichen Nutzung mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins, gefolgt von Radio mit 120 Minuten und dem Internet mit einer täglichen Online-Zeit von 95 Minuten.
 
Interessanterweise wirkt sich die rasante Entwicklung des Internet nicht nachteilig auf das Fernsehen aus. Viel-Surfer sind laut Studie häufig auch Viel-Seher. So verbringen die 14- bis 49-Jährigen, die vergleichsweise viel Zeit im Internet surfen, täglich 20 Minuten mehr mit Fernsehen als ihre Altersgenossen, die kürzer online sind. Auch die Detailbetrachtung der Zielgruppen 14 bis 29 Jahre sowie 30 bis 49 Jahre bestätigt diese Tatsache.
 
Auch die Tatsache, dass nur ein Bruchteil der Internetnutzung auf Medieninhalte entfällt, widerlegt die These der Kannibalisierung: 39 Prozent der Online-Zeit wird für Information und Unterhaltung genutzt. Der weit größere Teil der Nutzungszeit entfällt auf andere Aktivitäten wie Shopping, Banking, Kommunikation und Communities (61 Prozent). In dieser Rolle als "Problemlöser" tritt das Internet nicht in Konkurrenz zu den Medienangeboten. Multitasking - die gleichzeitige Nutzung zweier Medien – hat keine negativen Auswirkungen auf das Fernsehen hat: Multitasker sind häufig Personen, für die Mediennutzung sehr wichtig ist. Sie beschäftigen sich länger mit dem TV als die Vergleichsgruppe und halten das Fernsehen insgesamt auch für wichtiger. Das Internet dient ihnen während des Fernsehens in erster Linie als Kommunikations- und Informationsplattform. Eine Situation, die sowohl für die Sender als auch für den Werbetreibenden von Vorteil sein kann, wenn sie über beide Medien mit dem Zuschauer in Kontakt treten. 
 
45 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Bedeutung des Fernsehens in Zukunft weiter steigen wird, während nur neun Prozent einen Bedeutungsverlust vermuten. Das Radio wird nach Einschätzung der Befragten seinen aktuellen Bedeutungsgrad halten, ein Wachstum gilt jedoch als wenig wahrscheinlich. Das größte Entwicklungspotenzial bietet weiterhin das Internet. Hier gehen 88 Prozent der Befragten von einem Bedeutungszuwachs aus. Weniger Chancen räumen die Befragten den Printmedien ein: Sowohl bei Zeitschriften und Zeitungen, aber auch bei Büchern gehen etwa 40 Prozent der Befragten davon aus, dass die Bedeutung dieser Medien sinken wird - nur zehn bis 14 Prozent räumen ihnen zukünftig eine wichtigere Rolle ein. 
 
Die Studie "Navigator Mediennutzung 2010" wird von der SevenOne Media als Bestandsaufnahme der Mediennutzung in Deutschland vorlegt. Herzstück der Studie ist eine repräsentative Umfrage, die unter anderem die Internetnutzung differenziert darstellt. Sie wird ergänzt um verschiedene qualitative Studien, die Motive und Nutzungsverhalten genauer analysieren.
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