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Studien


Unternehmen und der demografische Wandel

© AARGON / PIXELIO 

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Der demografische Wandel ist ein ernstzunehmendes Risiko für ihre Wettbewerbsfähigkeit: Für 97% der befragten Unternehmen ist das Thema laut einer aktuellen Marktforschungsstudie sehr wichtig. Der Anteil älterer Kollegen an der Belegschaft wird in den kommenden Jahren deutlich wachsen, weniger jüngere Mitarbeiter rücken nach. Darauf müssen sich die Firmen vorbereiten.

Der deutschen Wirtschaft gehen die Fachkräfte aus. Das Thema hat im Sommer 2011 erneut politische Debatten um den Zuzug von jungen Arbeitskräften aus dem Ausland ausgelöst. Schon jetzt haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, ihren Bedarf an Mitarbeitern zu decken. Das Problem wird sich in den kommenden Jahren noch verschärfen: Bis 2020 wird die Zahl der Berufstätigen um rund sieben Prozent sinken, bis 2030 um weitere 12%. Zurzeit ist ein Viertel der Kollegen 50 oder älter, bis 2020 werden das 35% sein.

Besonderen Bedarf sehen die Unternehmen in den Bereichen Marketing/Vertrieb, Produktion/Fertigung und Personal. Ihnen fehlen vor allem Ingenieure. An zweiter Stelle folgen Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler, an dritter Stelle Naturwissenschaftler.
Die Unternehmen schöpfen noch nicht alle Wege aus, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Die meisten konzentrieren sich derzeit darauf, junge Mitarbeiter vom externen Arbeitsmarkt anzuwerben. Die klassischen Instrumente der Personalgewinnung werden allerdings langfristig nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken. Neben der Gewinnung neuer Fachkräfte wird es künftig noch wichtiger sein, Schlüsselkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Firmen setzen derzeit vor allem auf Weiterbildungsangebote (94,4%), private Altersvorsorge (83,3%) und Familienfreundlichkeit (75%).
Zunehmend wird es auch wichtiger werden, ältere Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und ihnen adäquate Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Allerdings fehlen den Unternehmen bislang noch spezifische Karrieremodelle für ältere Kollegen, das gaben 74% der Befragten an. Hier gibt es seit 2008 kaum eine Verbesserung. Der Hauptfokus liegt bislang auf flexiblen Arbeitszeiten und einem ergonomischen Arbeitsplatz.

PwC hat zusammen mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin 46 Unternehmen für die Studie „Demografiemanagement 2011“ befragt. Die Analyse ermöglicht einen Vergleich mit der Vorgängerstudie „Pro 50 – Arbeit mit Zukunft“ von 2008.
Quelle: PwC

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