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Studien


Unzufriedenheit wächst

Wie steht es um die Lebensqualität in Deutschland? 

 Wie steht es um die Lebensqualität in Deutschland?

Die Wirtschaft wächst, der Lebensstandard steigt, doch die Bundesbürger fühlen sich immer schlechter. Ein wachsender Anteil der Bevölkerung (2002: 33% - 2012: 38%) ist einer aktuellen Marktforschungsstudie zufolge mit der eigenen Lebenssituation unzufrieden und zugleich davon überzeugt, dass die Lebensqualität in Deutschland im Vergleich zu früher „eher geringer geworden ist“. Dabei sind es nicht die Ärmsten mit den geringsten Einkommen, die sich kritisch über den Verlust an persönlicher Lebensqualität äußern. Es ist vielmehr die untere Mittelschicht (43%) mit einem durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen von 1.250 bis 1.750 Euro.
 
Jeder zweite Landbewohner (52% - Großstädter: 31%) beklagt sich über die sinkende Lebensqualität vor Ort. Am meisten bekommen dies Arbeitslose (57%) zu spüren. Auch die 55plus-Generation fühlt sich deutlich mehr (44%) von allgemeinen Lebensmöglichkeiten ausgeschlossen als etwa die jüngere Generation unter 34 Jahren (28%). Die neuen Wohlhabenden sind jung, urban und besser verdienend.
 
Die wachsende Unzufriedenheit der Bundesbürger ist ein Ausdruck wachsender Ungleichheit. Das Wohlstandsgefälle zwischen Stadt und Land gefährdet die soziale Stabilität und damit auch das wirtschaftliche Wachstum von Regionen – durch Landflucht und Immobilien-Leerstände auf dem Lande bis zur Mietenexplosion und Wohnungsnot in urbanen Zentren. Über die regionale Verteilung von Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität in Deutschland muss neu nachgedacht und entschieden werden.
 
Weil nach dem Empfinden der Bevölkerung die Lebensqualität in Deutschland ständig sinkt, gilt Wohlstand ohne Lebensqualität nicht mehr als sozialer Fortschritt. Und auch steigende Einkommen tragen nicht zu höherer Lebenszufriedenheit bei: Eine folgenreiche Entwicklung für Politik und Demokratie. Wächst die Unzufriedenheit der Bürger, breiten sich Wechsel-, Protest- und Nichtwähler aus.
 
In den letzten zehn Jahren ist der Anteil der Nichtwähler bei den Bundestagswahlen ständig gestiegen (2002: 20,9% - 2005: 22,3% - 2009: 27,8%). Wird – wenn sich politisch nichts ändert – bei der Bundestagswahl 2013 die Wahlbeteiligung einen historischen Tiefstand und das Lager der Nichtwähler 30 Prozent oder mehr erreichen, wenn die Unzufriedenheit der Bundesbürger (2002: 33% - 2012: 38%) auch 2013 weiter wächst?
 
Die Ergebnisse stammen aus einer computerunterstützten persönlichen Befragung in Privathaushalten, durchgeführt von IPSOS Observer in Zusammenarbeit mit Prof.Dr. Horst W. Opaschowski. Befragt wurden 2.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland vom 19. März bis 01. April 2012.
Nähere Informationen zu Ipsos finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Ipsos

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