ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Urlaubsreise oft noch nicht gebucht

Reiseabsichten 2016 (Quelle: BAT-Stiftung) 

 Reiseabsichten 2016 (Quelle: BAT-Stiftung)

Weniger Reisen, mehr Angst – derzeit plant laut der 32. Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen mehr als jeder fünfte Bundesbürger keinen Urlaub für 2016.

Aktuell geben 55 Prozent der Deutschen an, eher angstvoll in die Zukunft zu blicken: Die humanitäre Krise, die nun nicht mehr außerhalb der europäischen Grenzen stattfindet, sondern direkt vor der eigenen Haustür erlebbar wird, der Terrorismus, der Urlaubsorte und unschuldige Touristen zum Ziel nimmt, sowie ungelöste wirtschaftliche Fragen - vier von fünf erwarten zum Beispiel für 2016 eine Rezession in Deutschland.

Entschließt man sich zu einer Reise, dann bleiben Sonne, Strand und Meer von zentraler Bedeutung für das Urlaubsglück. Krisen – wie in der Vergangenheit in Griechenland oder aktuell in der Türkei – führen zwar zu einer kurzfristigen Verschiebung von Reiseströmen, die grundsätzliche Beliebtheit und Attraktivität eines Urlaubsziels aber bleibt bestehen. Gerade im Vergleich zu Fernreisen behalten die Urlaubsdestinationen von der Atlantikküste bis an den Bosporus und vom Mittelmeer bis zu den Schären ihre Popularität, punkten sie doch durch eine kürzere Anreise, viele Stammgäste und eine vergleichbar hohe Urlaubsqualität.

Bei den Fernreisen waren Ägypten, Marokko und Tunesien 2015 zwar weiterhin beliebt, bleiben aber abhängig von der jeweiligen politischen Lage vor Ort. Politische Unruhen und vermehrt auftretende terroristische Anschläge in dieser Region erklären den doch starken Rückgang der Urlauberzahlen für das Jahr 2015. Die tatsächliche oder auch nur gefühlte Unsicherheit war von größerer Bedeutung bei der Wahl des Urlaubsziels als Sonnengarantie, Gastfreundschaft oder ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Während zudem auch Destinationen im Mittleren Osten Einbußen verzeichneten, verreisten nahezu gleichbleibend viele Deutsche nach Amerika, vor allem in die USA und nach Kanada. Aufgrund der finanziellen Möglichkeiten des typischen Nordamerika-Touristen – in der Regel gehört er zu den Besserverdienenden – hatte auch ein schlechterer Wechselkurs zwischen Euro und Dollar kaum Auswirkungen auf die Beliebtheit von Reisezielen zwischen Florida und Kalifornien.

Weiterhin Bestand hatte in der vergangenen Reisesaison die Gleichung: Je weiter – desto länger – aber auch desto seltener. So verbrachten zwar die meisten Bundesbürger ihren Urlaub in den innerdeutschen Feriengebieten, verweilten hierbei jedoch lediglich 10,6 Tage vor Ort – wobei sie an den Küsten länger blieben als im Süden der Republik. Innerhalb Europas dauerte ein Urlaub 12,7 Tage und auch hier stieg mit der Entfernung die Verweildauer (z.B. Österreich 10,1 Tage, Türkei 13,7 Tage). Fernreisen fanden zwar am seltensten statt, dauerten dafür aber mit Abstand am längsten (17,3 Tage).

Im Rahmen der 32. Deutschen Tourismusanalyse 2016 befragte GfK Marktforschung im Auftrag der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen 4.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland, Befragungszeitraum war Januar 2016.
Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email