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Studien


Variationen der Euro-Zukunft

Die 4 Varianten der Euro-Zukunft (Quelle: Zukunftsinstitut) 

 Die 4 Varianten der Euro-Zukunft (Quelle: Zukunftsinstitut)

Meinungsführer und Wirtschaftstreibende können sich online bei vier möglichen Szenarien der wirtschaftlichen und politischen Zukunft Europas für wahrscheinlichste Entwicklung entscheiden. 38% der Befragten setzen dabei auf das Szenario „Euro Bonds – Die tapfere Transfer Union“– also jene Variante, die momentan von der Berliner Regierung (noch) entschieden blockiert wird. Europa bleibt im Wesentlichen, wie es ist: ein loser Verbund von Staaten. Allerdings werden in diesem Szenario einige zentrale europäische Institutionen massiv gestärkt und neue Verträge verpflichten die Länder mit drakonischen Strafen, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen.
 
28% Zustimmung erhielt das Szenario „Euro Block – die Vereinigten Staaten von Europa“. In diesem Szenario wird von einer lang andauernden Wirtschaftskrise bis 2015 ausgegangen, die einen kathartischen Effekt hat. Es setzt sich eine paneuropäische Bewegung als neue Europa-Allianz durch. 2020 findet der Gründungsakt eines neuen Super-Staates statt, mit den ehemaligen Einzelstaaten als starken Bundesstaaten. Joschka Fischer wird europäischer Präsident.

Das Szenario „Euro Core – die geschrumpfte Union“ konnte bei 23% Punkte sammeln. Um den Virus der Krise zu stoppen, bilden die kern- und nordeuropäischen Staaten eine Zentral-Union und steigen gemeinsam aus der EU aus – frei nach dem Vorschlag von Olaf Henkel.
 
Nur 11% entschieden sich für das Szenario „Euro Split – Neue Blöcke und Kleinstaaterei“. In diesem Szenario bricht Europa 2013 auseinander. Immer mehr Länder verlassen den EU-Verbund. 2020 sieht Europa aus wie ein Flickenteppich mit großen außenpolitischen Spannungen. Zwischen den baltischen Staaten, Polen und der Ostunion besteht Kriegsgefahr.
 
Die vier Szenarien wurden Anfang Oktober vom Redaktionsteam des Zukunftsinstituts rund um Matthias Horx entwickelt und stehen auf der Website des Trend-Update zur Abstimmung. Bisher haben sich über 600 Teilnehmer beteiligt.
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