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Studien


Verbrauchervertrauen wieder top

Verbrauchervertrauen weltweit im Überblick (Quelle: Nielsen) 

 Verbrauchervertrauen weltweit im Überblick (Quelle: Nielsen)

Im Vergleich zum letzten Quartal 2012 ist das Verbrauchervertrauen in Deutschland um vier auf 91 Punkte gestiegen und liegt damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 71 Punkten. Alle drei Komponenten des Verbrauchervertrauensindexes – Persönliche Finanzen, Anschaffungsneigung und Berufsaussichten – haben sich im ersten Quartal 2013 positiv entwickelt.
 
Fast die Hälfte aller Deutschen beurteilt ihre Jobaussichten für die kommenden zwölf Monate als gut oder ausgezeichnet (48 Prozent). Das Gleiche gilt für die persönliche Finanzlage (47 Prozent). Entsprechend gaben nur 24 Prozent der Befragten an, ihr Geld zu sparen. Auch im internationalen Vergleich sind die Deutschen eher konsumfreudig: Sie geben ihr Geld lieber für neue Kleidung, Urlaub und das Begleichen von Schulden aus, während für die Mehrheit der EU-Bürger das Sparen an erster Stelle kommt. Sorgen für das kommende Jahr bereiten den Deutschen steigende Nebenkosten, gefolgt von Sorgen um ihre Gesundheit.
 
Über die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass Deutschland sich in einer Rezession befinde. Dennoch sind sie zunehmend optimistisch: Immerhin 21 Prozent glauben, dass die rezessive Phase in den kommenden zwölf Monaten enden werde. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2012 waren dies nur 13 Prozent. Nur fünf europäische Länder sind in Bezug auf eine Rezession in ihrem Land optimistischer (Norwegen, Schweden, Schweiz, Finnland und Österreich), während die Europäer im Durchschnitt mit nur 11 Prozent insgesamt sehr pessimistisch über ihre wirtschaftliche Zukunft denken.
 
In Zentral- und Nordeuropa steigt das Verbrauchervertrauen und übertrifft die Höchstwerte der Vorjahre. In Europas Süden jedoch gehören Griechenland (40 Punkte), Italien (44 Punkte) und Spanien (47 Punkte) zu den Ländern mit den niedrigsten Werten für das Verbrauchervertrauen unter den 58 betrachteten Ländern. In Portugal sank das Verbrauchervertrauen im ersten Quartal um sieben Punkte auf einen Index von 31, den niedrigsten verzeichneten Wert für das Land seit Einführung des Verbrauchervertrauensindexes in 2005.

Getrieben von positiven Indexwerten in den USA, in wichtigen asiatischen Exportmärkten sowie in Nord- und Zentraleuropa, ist der weltweite Durchschnitt im Vergleich zum Vorquartal um zwei Punkte auf 93 gestiegen. Insgesamt haben 60 Prozent der betrachteten Länder verbesserte Vertrauenswerte, verglichen mit 33 Prozent im vierten Quartal 2012. Führend in Sachen Optimismus ist mit 122 Index-Punkten Indonesien. Ägypten musste hingegen mit minus 20 Punkten den größten Verlust hinnehmen und steht nun bei einem Wert von 74. Lateinamerika zeigte sich mit einem Rückgang um zwei Punkte weniger ausgabenfreudig als zuvor. Das Stimmungsbarometer im Nahen Osten und Afrika sank auf das niedrigste Niveau seit drei Jahren.
 
Das Verbrauchervertrauen in den wichtigsten asiatischen Exportnationen ist im ersten Quartal stark angestiegen. Hongkong, Japan, Südkorea und Taiwan verzeichneten allesamt zweistellige Wachstumsraten. Hongkong konnte mit 23 Punkten sogar den weltweit höchsten Anstieg für sich verbuchen, Japan mit 73 Punkten seinen höchsten Wert seit 2006, was den Optimismus bezüglich einer wirtschaftlicher Erholung als Folge der staatlichen Finanzstrategie belegt. Gleichermaßen registrierte Südkorea einen Anstieg um 13 auf 51 Indexpunkte, gestützt durch die Hoffnung, dass ein neues Regierungsprogramm die Wirtschaft aus der Stagnation befreien werde. Die Volksrepublik China liegt seit dem vierten Quartal 2012 stabil bei 108 Punkten.
 
Soweit ein Auszug aus dem aktuellen Verbrauchervertrauensindex von Nielsen. Die Nielsen Global Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im Zeitraum vom 18. Februar bis 8. März 2013 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 29.000 regelmäßige Internetnutzer in nunmehr 58 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt.
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