ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Versicherungsvermittler als Traumberuf?

Die Berufswahl will wohl überlegt sein (© S. Hofschlaeger / pixelio.de) 

 Die Berufswahl will wohl überlegt sein (© S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Die Tätigkeiten des Versicherungsvermittlers werden zunehmend anspruchsvoller -  die Ansprüche der Versicherungsnehmer und die Anforderungen von Seiten des Gesetzgebers nehmen stetig zu. Qualifizierte Nachwuchskräften sollten demnach von Hochschulen kommen. Laut der vorliegenden Marktforschungsstudie können sich 70% der befragten Studierenden vorstellen im Laufe ihres Berufslebens zu beraten oder zu verkaufen, aber nur 20% können sich vorstellen in der Versicherungsbranche zu arbeiten.
 
Im Rahmen der Studie wurden vier so genannte „Benchmarkberufe“ herausgearbeitet, die anhand von neun Prestigedimensionen mit dem Versicherungsvermittler verglichen wurden. Es zeigt sich, dass der Versicherungsvermittler in allen Prestigedimensionen (Gesellschaftliche Anerkennung, Arbeitsplatzsicherheit, etc.) im Vergleich zu den Benchmarkberufen Unternehmens- und Steuerberater sowie Unternehmensgründer und Personalvermittler am schlechtesten abschneidet.
 
Durch die Integration von Erkenntnissen aus der Online-Umfrage sowie von mehreren durchgeführten Gruppendiskussionen ergibt sich ein differenziertes Bild zwischen den Berufen. So tritt beispielsweise beim Unternehmensgründer die Selbstständigkeit deutlich hervor. Die Prestigedimension Arbeitsplatzunsicherheit tritt durch Betonung anderer, positiver Assoziationen wie z. B. „innovative Produkte“ oder „größere Handlungsspielräume“ in den Hintergrund.
 
Neben dem Berufsprestige zieht die Studie die Persönlichkeit zur Erklärung der Berufswahl heran. Zur Messung wird die in der Persönlichkeitspsychologie dominierende Skala der Big Five verwendet. Danach setzt sich die Persönlichkeit aus den Dimensionen „Neurotizismus“, „Extraversion“, „Offenheit für Erfahrungen“, „Verträglichkeit“ und „Gewissenhaftigkeit“ zusammen. Es zeigte sich, dass sich die Studierenden selbst durchschnittlich phantasievoller, freundlicher und fairer wahrnahmen wie den durchschnittlichen Versicherungsvermittler.
 
Fragt man Studierende danach, was ihnen einfällt, wenn sie an die Vermittlung von Versicherungen denken, so verbindet der überwiegende Anteil damit einen hohen Provisionsdruck. Insgesamt wurden in der quantitativen Online-Umfrage 1.110 offene Antworten, bezüglich der Gründe die für und gegen eine Beratungstätigkeit sowie eine Tätigkeit in der Versicherungsbranche sprechen, erhoben. Diese wurden nach Begründungsdimensionen klassifiziert. So beziehen sich 33% der Begründungen der Studierenden, die sich eine Tätigkeit in der Beratung sehr gut vorstellen können, auf den assoziierten direkten Kundenkontakt. Argumente sind hier die „Messbarkeit des Erfolges“ sowie das „unmittelbare Kundenfeedback“. Umgekehrt wird beispielsweise als zweithäufigstes Argument gegen eine Tätigkeit in der Versicherungsbranche moralische Bedenken angeführt. Die Studierenden möchten, so eine häufig Argumentationskette, nur Produkte / Dienstleistungen vermarkten, hinter denen sie (zu hundert Prozent) stehen. Dies ist aus Sicht dieser Studierenden bei Versicherungsprodukten nicht der Fall.
 
Für die Studie „Rekrutierung von Hochschulabsolventen für die Versicherungsvermittlung“ wurden eine Online-Befragung mit 756 Studierenden sowie vier Gruppendiskussionen mit jeweils sieben bis zehn BWL-Studierenden (mit und ohne Versicherungshintergrund) durchgeführt wurden.
Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email