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Studien


Vom Alleinverdiener- zum Doppelverdiener-Ideal

Kulturwandel in Deutschland? (Quelle: Ipsos) 

 Kulturwandel in Deutschland? (Quelle: Ipsos)

Über zwei Drittel der Bevölkerung (67 Prozent) finden es geradezu „ideal“, wenn in einer Familie „beide Partner berufstätig“ sind. Vor fünf Jahren lag der Anteil der Befürworter von Doppelverdienern noch bei 56 Prozent. Im gleichen Maße, wie der Anteil der Befürworter einer Doppelerwerbstätigkeit von Mann und Frau wächst, sinkt die Bereitschaft der Bevölkerung, wegen der Kinder auf die eigene Berufstätigkeit zu verzichten. Noch 2008 vertrat die Mehrheit der Bundesbürger (70 Prozent) die Auffassung, dass es besser sei, wenn nur ein Elternteil arbeitet und der andere die Erziehung der Kinder übernimmt. Inzwischen ist der Anteil erdrutschartig auf 52 Prozent gesunken (Frauen: 50 Prozent - Männer: 54 Prozent). Jeder zweite Bundesbürger kann und will nicht mehr ohne eigene Erwerbstätigkeit allein mit den Kindern zu Hause bleiben.

Womit das Thema Kinderbetreuung wieder in den Mittelpunkt rückt - die Kommunen gehen davon aus, dass rund 40 Prozent der Eltern sich auf den ab 1. August diesen Jahres bestehenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ein- bis dreijährige Kinder berufen werden und einen Kita- oder Kindergartenplatz beanspruchen. Vier von zehn Bundesbürgern (40 Prozent) fordern bereits: Kinder aller Altersgruppen sollten zukünftig „das ganze Jahr über“ ganztags in Kindergärten betreut werden“ (Frauen: 37 Prozent - Männer: 43 Prozent), was an Werktagen genauso der Fall sein kann wie notfalls an Wochenenden oder in den Ferien.

Drei Viertel der Berufstätigen in Deutschland (75 Prozent) erwarten mittlerweile von den Unternehmen zur Betreuung ihrer Kinder Betriebskindergärten (berufstätige Frauen: 79 Prozent - berufstätige Männer: 71 Prozent). Wer als Unternehmen qualifizierte Führungs- und Fachkräfte sucht, wird sich in Zukunft bei potentiellen Mitarbeitern regelrecht bewerben und neue qualitative Anreize bieten müssen, in denen es mehr um die Erhaltung von Lebensqualität und nicht nur um Einkommenserhöhungen geht. Das Unternehmensengagement für Betriebskindergärten oder garantierte Belegplätze in betriebsnahen Kitas zahlt sich aus. Betriebskindergärten zählen unter Umständen auf Dauer mehr als Betriebsaktien.

Über die Vereinbarkeit von Betriebs- und Familienpolitik muss neu nachgedacht und entschieden werden. Arbeits- und Lebenszeiten sind aufeinander abzustimmen und in ein Gleichgewicht zu bringen. Intensiven Arbeitsphasen stehen gleichermaßen und gleichwertig intensive Familienphasen gegenüber, die miteinander koordiniert werden müssen und nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Davon profitieren schließlich beide Seiten. Nur so bleibt genügend „Vollzeit“ für Phasen außergewöhnlicher beruflicher Leistungsanforderungen, aber auch Gelegenheit für Teil- oder Auszeiten zur Familiengründung und Kindererziehung. In einer Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft des langen Lebens wird in Zukunft beides möglich und akzeptabel sein müssen.

Die vorliegende Studie wurde vom Zukunftsforscher Horst Opaschowski in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Sozialforschungsinstitut Ipsos durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Personen ab 14 Jahren vom 07. bis 08. und vom 14. bis 15. Januar 2013.
Nähere Informationen zu Ipsos finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Ipsos GmbH

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