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Studien


Vorwurf der Bestechlichkeit bleibt bestehen

© van Melis / pixelio 

 © van Melis / pixelio

Zwar sind Geschenke und Prämien von Pharmavertretern an Ärzte laut BGH-Urteil im Juli 2012 weitestgehend erlaubt - doch knapp 29 Prozent der Mediziner sind der Ansicht, dass Ärzte, die Geschenke von Pharmaunternehmen annehmen, ihre Neutralität verlieren. 68 Prozent der kritisch eingestellten Mediziner meinen, der Verdacht der Bestechlichkeit könnte zunehmen. Insgesamt 28 Prozent möchten, dass es Ärzten generell verboten werden sollte, Geschenke von Pharmaunternehmen anzunehmen. Sie befürchten außerdem, dass durch den Gerichtsentscheid die größeren Pharmaunternehmen noch mehr Macht bekommen.

Doch zwei Drittel der Ärzte begrüßen das BGH-Urteil und äußern sich entsprechend positiv über diese Entscheidung. Jedoch legen mehr als 25 Prozent der Ärzte Wert darauf, dass es sich bei den Geschenken um Kleinigkeiten wie „Give aways“ handelt.
Auch ist die Hälfte aller befragten Ärzte der Ansicht, „Ab und zu eine kleine Aufmerksamkeit zu bekommen bedeutet noch lange nicht, dass ein Arzt bestechlich ist“. Nur jeder zehnte Arzt in der Studie hat ein unangenehmes Gefühl bei dem angebotenen Geschenk oder verspürt eine negative Beeinflussung.

60 Prozent aller Ärzte haben schon einmal eine Prämie oder ein Geschenk von Pharmaunternehmern angeboten bekommen, rund 86 Prozent haben diese Prämie dann tatsächlich auch angenommen. Diejenigen, die die Annahme verweigert haben, begründen ihre Entscheidung oftmals damit, dass sie nicht bestechlich sein wollen oder sie hatten weder Bedarf, noch Zeit für die Prämie (zum Beispiel für eine Fortbildung). 

Die beliebtesten angebotenen Prämien sind Give aways (54 Prozent), Essenseinladungen (45 Prozent) und Einladungen zu Fortbildungen (35 Prozent). Von welchen Unternehmen die Ärzte die Geschenke erhalten haben, sagten die Befragten nicht.

Die Umfrage wurde online von Harris Interactive durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 111 Ärzte aus unterschiedlichen Fachbereichen zwischen dem 13. und 18. Juli 2012.

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