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Studien


Was versteht man unter Familie?

©  FotoHiero  / pixelio.de 

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Die Familie bleibt zwar das Lebensideal - doch zeigt sich in einer TNS Emnid-Umfrage für Reader’s Digest eine Aufweichung des einst klassischen Familienbilds.
 
96 Prozent der Befragten verstanden unter dem Stichwort „Familie“ noch immer das klassische Zusammenleben von Vater und Mutter mit einem Kind oder mehreren Kindern. Zugleich gaben 83 Prozent an, auch eine Mutter mit einem oder mehreren Kindern sei für sie eine Familie; 80 Prozent sehen dies auch so, wenn nur der Vater den Nachwuchs aufzieht. Gleichgeschlechtliche Paare, die ein Kind oder mehrere Kinder haben, werden von zwei Drittel der Befragten als Familie bezeichnet.
 
In der Umfrage ermittelte TNS Emnid auch, welchen Belastungen sich Familien heute ausgesetzt sehen. 84 Prozent gaben in der Umfrage an, die hohen Lebenshaltungskosten seien zunehmend problematisch. 81 Prozent räumten ein, den Kindern werde zu wenig Zeit gewidmet. Und 69 Prozent glauben, dass die Familie besonders dadurch belastet wird, dass die Erwachsenen nach Selbstverwirklichung streben. Die Tatsache, dass sich Paare heutzutage schneller trennen als früher und jedes fünfte Familienoberhaupt in Deutschland inzwischen alleinerziehend ist, werten 88 Prozent als problematisch.
 
Obwohl die Familie einen hohen Stellenwert genießt und selbst durch gute Freunde nicht ersetzt werden kann, macht sich mit Blick in die Zukunft offenbar eine grundsätzliche Skepsis breit: Fast jeder zweite Befragte geht davon aus, dass die Bedeutung der Familie über kurz oder lang abnehmen wird.
 
TNS Emnid hatte im Auftrag des Magazins Reader’s Digest bundesweit 1005 Menschen über ihr Familienbild befragt.
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