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Studien


Weltweit Stimmung gegen Atomkraft?

Indien, Polen und den USA pro Atomkraft (Quelle: Ipsos) 

 Indien, Polen und den USA pro Atomkraft (Quelle: Ipsos)

Nicht nur in Deutschland hat sich seit Fukushima die Einstellung zu Atomstrom verändert: 62% der Befragten in 24 Ländern lehnen nukleare Energiegewinnung ab, davon lehnt jeder Dritte (34%) sie sogar stark ab. Ein Viertel (26%) der Atomkraftgegner weltweit gab an, die Katastrophe in Fukushima habe bei ihnen diese Einstellung ausgelöst. In Deutschland gaben allerdings nur 16% an, dass die Ereignisse in Japan ihre Meinung maßgeblich beeinflusst hätten, mehr als drei Viertel (77%) der Gegner waren schon vor Fukushima gegen Atomenergie.
 
Die Italiener haben laut Umfrageergebnissen weltweit die größte Abneigung gegen Atomkraft. Denn von den 81% Ablehnern, sind 61% „starke“ Ablehner. Dabei geben 80% der AKW-Verneiner an, nicht erst seit Fukushima zu dieser Gruppe zu gehören.
 
Mehrheitliche Unterstützung findet die Nuklearenergie in Indien (61%), Polen (57%), den USA (52%), aber auch Schweden (50%) und Großbritannien (48%) weisen hohe Befürworteranteile auf. In Japan sind immerhin noch 36% der Befragten eher für Atomkraft, auch wenn nur 5% starke Unterstützer sind. Über die Hälfte der 58% japanischen Atomkraftgegner sind erst aufgrund des Reaktordesasters in ihrem Land zu AKW-Gegnern geworden.
 
Was Fukushima verändert hat (Quelle: Ipsos) 

 Was Fukushima verändert hat (Quelle: Ipsos)

Außerdem glauben 73% weltweit, dass atomare Energiegewinnung begrenzt ist und bald überflüssig wird. Nur 27% halten sie für eine adäquate Langzeitlösung. In Russland (57%) und Saudi Arabien (54%) hingegen glauben die Befragten mehrheitlich, dass Nuklearenergie auch in Zukunft unverzichtbar sei. Indien (50%) und selbst Japan (45%) haben ebenfalls hohe Anteile an Vertretern dieser Meinung. In den Ländern mit den bisher schwersten atomaren Vorfällen, Russland und Japan wird die Modernisierung der Atomenergiegewinnung am stärksten unterstützt (73% und 71%). Aber auch in Deutschland würden 46% die Modernisierung der nuklearen Energiegewinnung vorantreiben wollen.
 
Trotz der erwähnten Sympathiebekundungen findet nukleare Energiegewinnung gegenüber alternativen Modellen weltweit wenig Anhänger. Nur 38% der Befragten hält Atomkraft für eine gute Methode zur Energiegewinnung. Solar- (97%), Wind- (93%) und Wasserkraft findet dagegen großen Anklang.
 
Diese Ergebnisse stammen aus einer Ipsos-Umfrage, die zwischen dem 6. und 21. April 2011 in 24 Ländern im Auftrag von Thompson Reuters News Service durchgeführt wurde. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von Erwachsenen in den USA und Kanada und zwischen 16 und 64 Jahren, in allen anderen Ländern zwischen 18 und 64 Jahren, gezogen.
Nähere Informationen zu Ipsos finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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