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Studien


Wie sicher sind Kinder?

Die größte Gefahr ist der Straßenverkehr (Quelle: AXA Konzern AG) 

 Die größte Gefahr ist der Straßenverkehr (Quelle: AXA Konzern AG)

Konfrontiert man Eltern mit dem Begriff Kindersicherheit werden spontan meist Straßenverkehr und Sicherheitsprodukte genannt – Maßnahmen, die Eltern aktiv ergreifen können, um die Sicherheit ihrer Kinder zu erhöhen. Erst im zweiten Schritt öffnet sich der Begriff, und Eltern nehmen auch abstraktere, nicht direkt beeinflussbare Elemente wie Zukunft und Existenzsicherung, Selbstbewusstsein, Ausbildung etc. auf. Es wird deutlich: Kindersicherheit ist nicht nur körperliche sondern auch seelische Sicherheit.
 
Für Lehrer/Erzieher geht die größte Gefahr von übermäßigem Medienkonsum aus (71 Prozent – Eltern: 34 Prozent), gefolgt von ungesundem Ernährungsverhalten (59 Prozent – Eltern: 22 Prozent). Gewaltdarstellungen im Internet oder TV (59 Prozent – Eltern: 32 Prozent) und Gefahren für die Kinder durch Ausgrenzung/Beleidigung/Demütigungen (57 Prozent – Eltern: 31 Prozent) sind fast gleich auf.
 
Sichtweise von Eltern und Pädagogen ist doch recht unterschiedlich (Quelle: AXA Konzern AG) 

 Sichtweise von Eltern und Pädagogen ist doch recht unterschiedlich (Quelle: AXA Konzern AG)

Alle befragten Grundschulkinder hatten zudem bereits Erfahrungen mit körperlicher Gewalt durch Mitschüler gemacht: Auch dies wird als Gefahr wahrgenommen, und es ist durchaus ein Thema für Kinder, zu lernen sich zu verteidigen. Es handelt sich allerdings um einzelne Fälle, es wurde von keinem systematischen Ausschluss einzelner Kinder von Seiten einer ganzen Gruppe berichtet. Jedes der befragten Kinder im Grundschulalter hatte Erfahrungen mit Präventionsmaßnahmen im Bereich gewaltlose Konfliktlösung in der Schule. Dennoch gehören Streitigkeiten auf dem Schulhof zum Alltag.
 
32 Prozent der befragten Eltern gab an, dass ihr eigenes Kind schon von Mitschülern schikaniert wurde bzw. wird (6 bis 9 Jahre: 30 Prozent; 10 bis 13 Jahre: 36 Prozent; 14 bis 17 Jahre: 31 Prozent). Auch Pädagogen kennen das Problem allzu gut. 94 Prozent der befragten Lehrer berichten, dass sie täglich (30 Prozent) oder gelegentlich (64 Prozent) mit Fällen von Ausgrenzung und bewusster Herabwürdigung unter Schülern zu tun haben. Zu den häufigsten Gegenmaßnahmen der Pädagogen zählt das Aufstellen von Regeln oder Verträgen im Umgang miteinander(83 Prozent), Elterngespräche (69 Prozent), die Behandlung des Themas im Unterricht (68 Prozent) oder Streitschlichterprogramme (65 Prozent). Eltern wiederum versuchen ihre Kinder dadurch zu schützen, dass sie sie zu selbstbewusstem Verhalten erziehen (75 Prozent), ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufbauen (70 Prozent) und sie über das Thema aufklären (60 Prozent).
 
Soweit ein Auszug aus dem AXA Kindersicherheitsreport. Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat zwischen Ende August und Anfang September 2013 1.100 Eltern von Kindern unter 18 Jahren sowie 341 Erzieher und Lehrer befragt. Dieser quantitativen Befragung ging eine qualitative Phase mit Gruppendiskussionen und Interviews voraus:  Sechs Gruppendiskussionen mit je acht Müttern oder Vätern von Kindern unter 18 Jahren, drei Gruppendiskussionen mit je vier bis sechs Erziehern und Lehrern, acht persönliche Paar-Interviews mit Kindern (6 bis 17 Jahre).
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