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Studien


Wie sorgt die neue Generation vor?

© Albrecht E. Arnold / PIXELIO 

 © Albrecht E. Arnold / PIXELIO

Dynamische Lebensentwürfe, veränderte Familien- und Rollenbilder, neue Sozialstrukturen und Karriereambitionen: Das Denken und Handeln junger Menschen in der Langfristperspektive ist im Wandel. Vor diesem Hintergrund verändert sich auch ihr Sicherheits- und Vorsorgeverständnis.
 
Deutschland ist wie viele andere europäische Länder durch einen demografischen Wandel gekennzeichnet. Hauptursache hierfür ist neben der sinkenden Geburtenrate die steigende Lebenserwartung. Zudem gibt es neben der steigenden Lebenserwartung eine zweite Seite des demografischen Wandels: Das subjektiv empfundene Alter sinkt, vor allem aufgrund der besseren medizinischen Versorgung. Viele Menschen fühlen sich jünger, als sie tatsächlich sind.
 
Gleichzeitig ist der Trend der „Multigrafie“ zu erkennen. Der traditionelle Lebenslauf mit den klassischen Abschnitten Jugend/Ausbildung, Reproduktionsphase und Ruhestand ist immer seltener zu finden. In Zukunft, so die Prognose des Zukunftsinstituts, erweitern sich Biografien um mindestens zwei Lebensphasen: Zwischen Jugend- und Erwachsenzeit schiebt sich die Postadoleszenz: die Zeit des Ausprobierens sowie der Selbstfindung und Ausprägung individueller Vorlieben. Hinzu kommt der zweite Aufbruch, die Phase der Neuorientierung im mittleren Alter. Gleichzeitig unterliegt der bisherige Ruhestand einem starken Wandel – weg von einem passiven Lebensabend hin zu einer aktiven Lebensgestaltung im Alter.
 
In Problemsituationen vertrauen 81% am ehesten ihrer Familie vertrauen. Für rund die Hälfte wäre der Partner (49 %) der Fels in der Brandung. Auf Platz drei folgen Freunde (41 %). Das ergab eine Umfrage von YouGovPsychonomics im Rahmen des Trendmonitors.

Demgegenüber stellt sich die institutionelle Absicherung als defizitär dar: Nur 15% der Befragten gaben an, sich in Notfällen und kritischen Situationen auf Versicherungen, Vorsorgeleistungen und Rücklagen verlassen zu können. Auf staatliche Sicherungssysteme baut hierbei nicht einmal jeder Zehnte (9 %).
© Simone Hainz / PIXELIO 

 © Simone Hainz / PIXELIO



Bei der Frage, wer für die Befragten im Alter sorgen wird, zeigt sich im Vergleich zu den vorherigen Generationen ein fundamentaler Wandel. Die Mehrheit der Befragten vertraut dem Lebenspartner (45%). Dass ihre Enkel oder Kinder im Alter für sie da sein werden, denken nur 38%. Und gerade einmal 18% gehen davon aus, dass der Sozialstaat im Alter für sie sorgen wird.
 
Rund ein Viertel der Befragten (28%) gaben an, mit einer privaten Versicherung vorzusorgen. Auf eine Kombination aus privater und staatlich geförderter Vorsorge setzt ebenfalls rund ein Viertel (27 %). 15% präferieren Geldanlagen oder den Erwerb einer Immobilie. Gleichzeitig gab jeder Fünfte an, sich über das Thema Altersvorsorge bislang keine Gedanken gemacht zu haben.
© Rainer Sturm / PIXELIO 

 © Rainer Sturm / PIXELIO


Junge Menschen von heute haben einen immer länger werdenden Ruhestand vor sich, den sie körperlich fit nutzen wollen. Sie wollen im Alter die Früchte ihrer Arbeit ernten und den erreichten Wohlstand selbstbewusst genießen. Entsprechend erwarten sie nicht mehr nur die Absicherung ihres Ruhestandes, sondern Konzepte, die eine aktive Gestaltung der besten Jahre ermöglichen.
 
Der „Heidelberger Leben Trendmonitor 2011“ ist eine Trendstudie zu den Zukunftserwartungen junger Menschen. Im ersten Schritt hat das Zukunftsinstitut von Matthias Horx Statistiken und demografische Erhebungen sowie vorangegangene Studien zu Megatrends, Wertewandel und soziokulturellen Entwicklungen ausgewertet. Im zweiten Schritt wurde eine repräsentative Umfrage mit dem Marktforschungsunternehmen YouGovPsychonomics durchgeführt, bei der 1.020 Personen im Alter von 16 bis 35 Jahren befragt wurden.

Nähere Informationen zu 
YouGovPsychonomics finden Sie auch online im p&a Handbuch der Marktforschung.
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