Abstracts
Ausgabe 1/2005
Kurzfassung
Online-Erhebungen als Ergänzung von Offline-Erhebungen sind grundsätzlich möglich. Allerdings ist es nach wie vor schwierig, als repräsentativ zu bewertende Strukturen, die offline gewonnen wurden, auch online abzubilden. Das vorgestellte Praxisbeispiel verdeutlicht einmal mehr, dass bei Online-Befragungen tendenziell Personen erreicht werden, die systematische Verzerrungen hinsichtlich zentraler, als verhaltensrelevant einzustufender Merkmale aufweisen. Die Generierung der Online-Stichprobe hatte sich dabei weitestgehend am Vorgehen bei der Generierung der telefonisch gewonnenen Stichprobe angelehnt. Dies hat sich aber als nicht ausreichend erwiesen. Vielmehr ist deutlich geworden, dass insbesondere durch Quotierung nach weiteren, verhaltensrelevanten Merkmalen Strukturgleichheit zwischen online und offline gewonnenen Stichproben zu gewährleisten ist. Umso wichtiger das Vorliegen aktueller Referenzstrukturen, die einen direkten Vergleich von online und offline gewonnenen Daten ermöglichen. Nur so kann ein Gefühl für das Antwortverhalten der online erreichten Personen erarbeitet werden, um Daten zu interpretieren und Erkenntnisse über eine Grundgesamtheit abzuleiten, die online derzeit (noch) nicht erreicht wird. Das Wissen um Charakteristiken und Antwortsystematiken der erreichten Personengruppe ist bei der Interpretation der Ergebnisse unabdingbar.
Abstract
Online enquiries as an addition of offline enquiries are generally possible. But it is still difficult to picture representative structures that are gained offline, also online. As we saw in our practical example, the person who are reached online show systematical derivations concerning central, behaviour relevant classified characteristics. The generation of the online sample followed the procedure of the generation of the telephonically gained sample. This has proved to be not sufficient. It became clear that structure equity between online and offline sample can only be assured by using further, behaviour relevant characteristics for quotation. The more important the availability of current reference structures that enable the direct comparison between online and offline gained data. Just in this way the sense for the answer behaviour of the online reached persons can be worked out to interpret the online data and to deduce insights about a universe that is online not completely reachable yet. The knowledge about characteristics and answer systematics of the online reached person group is indispensable for the interpretation of the results.
Online-Befragungen als Ergänzungsmethode für Offline-Befragungen?
Anke Schramm und Ulrich MaierKurzfassung
Online-Erhebungen als Ergänzung von Offline-Erhebungen sind grundsätzlich möglich. Allerdings ist es nach wie vor schwierig, als repräsentativ zu bewertende Strukturen, die offline gewonnen wurden, auch online abzubilden. Das vorgestellte Praxisbeispiel verdeutlicht einmal mehr, dass bei Online-Befragungen tendenziell Personen erreicht werden, die systematische Verzerrungen hinsichtlich zentraler, als verhaltensrelevant einzustufender Merkmale aufweisen. Die Generierung der Online-Stichprobe hatte sich dabei weitestgehend am Vorgehen bei der Generierung der telefonisch gewonnenen Stichprobe angelehnt. Dies hat sich aber als nicht ausreichend erwiesen. Vielmehr ist deutlich geworden, dass insbesondere durch Quotierung nach weiteren, verhaltensrelevanten Merkmalen Strukturgleichheit zwischen online und offline gewonnenen Stichproben zu gewährleisten ist. Umso wichtiger das Vorliegen aktueller Referenzstrukturen, die einen direkten Vergleich von online und offline gewonnenen Daten ermöglichen. Nur so kann ein Gefühl für das Antwortverhalten der online erreichten Personen erarbeitet werden, um Daten zu interpretieren und Erkenntnisse über eine Grundgesamtheit abzuleiten, die online derzeit (noch) nicht erreicht wird. Das Wissen um Charakteristiken und Antwortsystematiken der erreichten Personengruppe ist bei der Interpretation der Ergebnisse unabdingbar.
Abstract
Online enquiries as an addition of offline enquiries are generally possible. But it is still difficult to picture representative structures that are gained offline, also online. As we saw in our practical example, the person who are reached online show systematical derivations concerning central, behaviour relevant classified characteristics. The generation of the online sample followed the procedure of the generation of the telephonically gained sample. This has proved to be not sufficient. It became clear that structure equity between online and offline sample can only be assured by using further, behaviour relevant characteristics for quotation. The more important the availability of current reference structures that enable the direct comparison between online and offline gained data. Just in this way the sense for the answer behaviour of the online reached persons can be worked out to interpret the online data and to deduce insights about a universe that is online not completely reachable yet. The knowledge about characteristics and answer systematics of the online reached person group is indispensable for the interpretation of the results.
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