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Abstracts


Heft 5/2007

Totgesagte leben länger: Die Renaissance des Fernsehens

Michael Schütz

Kurzfassung
Derzeit finden umfangreiche Veränderungen in der Medienlandschaft und der Mediennutzung statt. Insbesondere das Internet und die mobilen Medien holen gegenüber dem Fernsehen auf. Aus psychologischer Sicht findet ein großes Verfassungswandern statt. Rezeptionsverfassungen, die jahrelang mit dem Fernsehen verknüpft waren, bewegen sich in die neuen digitalen Medienräume und mutieren dort zu ganz neuartigen Nutzungsformen. Wenn man die konkreten Rezeptions- und Nutzungs-Verfassungen aber genau analysiert, dann zeigt sich ein überraschendes Ergebnis: Je stärker die Digitalisierung voranschreitet, umso attraktiver wird wieder das Fernsehen. Die Verlagerung auf das Internet und die mobilen Medien scheint ein wichtiges psychologisches Prinzip zu verletzen: Das Medium als Alltagstherapeut. Die Menschen führen ihrer Lebens- Unruhe durch ihre veränderte Mediennutzung nur noch mehr Unruhe hinzu anstatt sich zu entspannen oder zu sammeln. Bei genauerem Hinsehen handelt es sich aber um einen neu entstandenen psychologischen Mechanismus der Mediennutzung, bei dem einiges auf der Strecke bleibt: Es entstehen verstärkt Sehnsüchte nach Ruhe, Heimat, Besinnung oder Lebens-Hilfe. Diese Sehnsüchte kann das Fernsehen aufgreifen und dadurch wieder zum unumstrittenen Medium Nr. 1 für die Menschen werden. Dazu ist es allerdings wichtig, die Kern-Verfassungen und Kern-Werte des neuen Fernsehens genau zu kennen. Erst dann lassen sich diese Chancen optimal nutzen.

Abstract
At present, the media landscape and media usage are undergoing major changes. The Internet and mobile media in particular are gaining ground on TV. From a psychological point of view, a big change in mind states is occurring. Reception mind states that have been connected with television for years are moving toward the new digital media and mutating there into completely new kinds of usage. But an exact analysis of concrete reception and usage mind states yields a surprising result: the more that digitalization progresses the more attractive TV becomes. The transfer to the Internet and the mobile media seems to violate an important psychological principle: the medium as everyday therapist. With their changed media usage people are adding more unrest to their disquiet lives rather than relaxing or collecting themselves. A more precise look reveals that a new psychological mechanism of media usage has emerged that leaves many desires unfulfilled. People have an increased longing for peace, hominess, reflection, and help with their lives. Television can address these longings and again become the indisputable number one medium for people. For this to occur, however, the core mind states and core values of the new TV have to be understood in detail. Only then can these opportunities be taken advantage of optimally.



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