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Branche


Konkurrieren und kooperieren

Stefan Stumpp, CEO TNS Infratest, zur Konzernstrategie

Stefan Stumpp, CEO TNS Infratest (Foto: Dirk Steffen) 

 Stefan Stumpp, CEO TNS Infratest (Foto: Dirk Steffen)

Im vergangenen Jahr sprachen Sie von der besten Entwicklung seit Jahren für 2014. Wie liefen die Geschäfte im Jahr 2015 bei TNS Infratest?
Sie werden Verständnis dafür haben, dass wir als Teil einer globalen Gruppe keine Auskünfte zu den lokalen Geschäftszahlen geben können. Ich kann Ihnen lediglich sagen, dass wir im Jahr 2015 nicht ganz an die hervorragende Entwicklung des Vorjahres anknüpfen konnten. Dennoch sind wir nicht unzufrieden, weil dies wesentlich dem Wechsel hin zu kostengünstigerer Online-Forschung geschuldet ist.

Was haben Sie sich vorgenommen? Welche Sparte soll besonders ausgebaut werden?
Wir planen umfassende Investitionen bei der sogenannten TER – Technological Enabled Research. Hierbei geht es um eine verstärkte Einbindung von Daten etwa aus sozialen Netzwerken sowie um die steigende Nutzung von Mobile. Wir wollen auch die digitalen Herausforderungen unserer Kunden verstehen. Unser Portfolio begleitet Kunden von der Ideengewinnung bis zu Kundenbindungsmaßnahmen. Dies fassen wir unter dem Begriff Integrated Marketing (IM) zusammen.

Wie kooperieren oder konkurrieren Sie mit den anderen WPP-Instituten?
Die Marken TNS Infratest, Icon Added Value, Millward Brown sowie Kantar Health agieren unabhängig am Markt und konkurrieren teilweise um dieselben Kunden. Dies ist so und soll auch zukünftig so sein. Was wir jedoch in diesem Jahr beginnen wollen, ist, dass wir dann zusammen kooperieren, wenn wir eine bessere Lösung für die Kunden liefern können. Auch bei der Entwicklung von Technologieplattformen wollen wir stärker zusammenarbeiten. In der Regel werden wir bei Kunden konkurrierende Angebote abgeben. Die Unternehmen werden also nicht zusammengelegt, sondern weiterhin als eigenständige Marken geführt – allerdings denken wir über eine Stärkung der gemeinsamen Kantar-Zugehörigkeit im Branding nach.

Könnte der Konzern nicht schlagkräftiger sein, wenn diese Unternehmen in einer Organisationsstruktur vereint wären? Sie könnten die Nummer 1 in Deutschland sein?

Das mit der Nr. 1 wäre schön. Aber das ist wohl wenig realistisch. Selbst wenn man die Umsätze addieren würde, bliebe der Gesamtumsatz sicher hinter dem Umsatz der GfK, da Kantar in Deutschland ja keine Panelforschung anbietet. Wir überlappen uns zwar teilweise, haben aber unterschiedliche Philosophien, Ansätze und Kulturen. Ein Zusammenschluss zu einem gemeinschaftlichen Angebot hätte ohne Zweifel eine Reduktion unserer Angebotspalette im Hinblick auf Lösungen, Spezialisierungen und Skills zur Folge. Dies werden unsere Kunden nicht wollen und wir auch nicht. Was wir aber anstreben, ist eine höhere Schlagkraft durch Shared Services in der IT, bei HR sowie Finance und Controlling.

Erschienen in planung&analyse 2/2016 >>

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Die schweigsamen Vier >>
von Sabine Hedewig-Mohr
Nähere Informationen zu TNS finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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