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10 Praxis-Tipps: Kinder- und Jugendforschung bei „Pre-Teens“

In leicht verständlicher Form geben im Rahmen der „10 Praxis-Tipps“ erfahrene Marktforscher ihr Wissen weiter. Es geht dabei nicht um „Bedienungsanleitungen“, denn dafür wäre jede einzelne Aufgabenstellung viel zu komplex, sondern um Tipps und Anregungen aus der Praxis. Diese kompakte Zusammenstellung soll Einsteigern in ein neues Themengebiet eine Hilfestellung sein und Orientierung geben. Hier die Tipps von Conny Partschefeld (Synovate):

10 Praxis-Tipps: Kinder- und Jugendforschung bei „Pre-Teens“


1. Beachten Sie, dass sich zwischen dem 9. und dem 12. Lebensjahr die Interessen der Kinder sehr stark verändern.
Entwachsen die Kinder ihren Kinderschuhen und machen sich erste Anzeichen der Pubertät bemerkbar, ändern sich die Vorlieben der „Pre-Teens“ deutlich: Das Konsumverhalten beginnt stark dem der Jugendlichen zu ähneln.

2. Beziehen Sie Zeitsprünge in Ihre Forschungsüberlegungen mit ein.
Was gestern noch galt, gilt plötzlich nicht mehr. Kinder zwischen dem neunten und zwölften Lebensjahr verändern ihre Einstellungen sehr plötzlich und in Sprüngen. Die Stärke dieser Veränderungen ist einmalig und weder zuvor noch später zu beobachten.

3. Die Bedeutung von Peers sind in diesem Alter nicht zu unterschätzen!
Peers werden zunehmend zur zentralen Bezugsgröße der Neun- bis Zwölfjährigen. Werte, Trends, Marken und Life-Style setzen sich innerhalb der Peer-Group durch und sind entscheidend für das Kommunikations- und Konsumverhalten der „Pre-Teens“.

4. Die Technik übernimmt eine Schlüsselrolle in der Kommunikation.
Grundschüler treffen sich zum Spielen, sie reden sozusagen „face to face“ miteinander. Auch das ändert sich mit der Vorpubertät schlagartig – das persönliche Gespräch wird nun mittels moderner Technik gesucht.

5. Pre-Teens gehen Indoor-Aktivitäten nach.
Gestern noch hat das Kind liebend gerne die Natur entdeckt, Fußball gespielt oder Verstecken, fuhr gerne Rad oder Roller und nun sitzt es plötzlich den ganzen Nachmittag drinnen. Gründe hierfür sind vor allem das Internet, der Fernseher, oder das Bedürfnis, Musik zu hören.

6. Kids ab 10 oder 11 Jahren sind online gut zu erreichen.
Die für die „Pre-Teens“ so wichtigen Peer-Groups treffen sich Online – einer der Gründe, warum die Elf- bis Zwölfjährigen so viel Zeit im Internet verbringen. Aber – und das ist aus Konsumgüterforschungssicht von Bedeutung: Sie verbringen ihre Zeit online ganz anders als in jüngerem Alter!

7. Werbeforschung aufgepasst: Pre-Teens schauen wenig Fernsehen.
Neben dem viel frequentierten, internetfähigen Rechner kommt dem Fernseher nur noch eine Nebenrolle zu. Zwar schränken die Eltern an Schultagen die Nutzung des TV auch auf 20-30 Minuten ein, aber die jungen Menschen sind ohnehin lieber im Netz unterwegs.

8. Die besuchten Internetseiten richten sich stark nach dem Alter.
Neun- und Zehnjährige besuchen sehr gerne Google, Google Earth und Youtube. Youtube bleibt auch noch für die Elf- und Zwölfjährigen interessant. Aber die Vorleibe für die Google-Angebote steht weit hinter denen der Social Media zurück.

9. E-Mail-Anbieter sollten die Pre-Teens nicht als Zielgruppe betrachten.
Die Social Media Seiten bieten ihren Usern die Möglichkeit, anderen registrierten Mitgliedern Nachrichten zu schreiben. Diese Art, Nachrichten zu hinterlassen wird von den jungen Nutzern viel mehr frequentiert als Standard-E-Mail-Programme und -Anbieter.

10. Werte, Wünsche, Vorlieben und Persönlichkeit der Pre-Teens kann man im Netz sehr gut kennen lernen.
Vor allem für Mädchen ist die Selbstdarstellung der eigenen Person sehr relevant, aber auch Jungs zeigen sich im virtuellen Licht von ihrer Schokoladenseite und tun ihre Meinungen kund.

Diese zehn Punkte sind Bestandteil der 10-Praxis-Tipps-Serie, die regelmäßig von planung & analyse veröffentlicht wird. Die Serie wird herausgegeben von Dr. Gwen Kaufmann (planung & analyse) und Uwe Matzner (research tools).

Hier geht's zu den bisher erschienenen 10-Praxis-Tipps!


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